Wieder Explosion in Türkei: Müllcontainer in Mersin explodiert - eine Passantin verletzt
- Anschläge verhindert: 74 kg Sprengstoff gefunden
- Schwere Waffen: 15 Raketenwerfer beschlagnahmt
·Türkei: Terrorwelle in Tourismusgebieten
Bekennerschreiben auf- getaucht, 1. Verhaftung
·Nächster Anschlag: Explosion in Antalya
3 Tote und 18 Verletzte in
türkischer Touristenstadt
·Über 20 Verletzte bei Anschlag auf Urlauber
Türkei: Mehrere Bomben in Marmaris detoniert
Bei einer neuerlichen Explosion ist im Süden der Türkei eine Passantin verletzt worden. Die Detonation ereignete sich in einem Müllcontainer der Stadt Mersin am östlichen Mittelmeer, wie die Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi berichtete. Die Polizei nahm einen Mann fest.
Die Frau wurde am Arm verletzt. Durch die Detonation wurden in der Umgebung Autos und Gebäude beschädigt. Im Zusammenhang mit der Explosion, deren Ursache noch nicht geklärt sei, sei eine Person festgenommen worden, hieß es.
Es war bereits die sechste Explosion in der Türkei innerhalb einer Woche. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, dutzende weitere wurden verletzt. Die Verantwortung für die Anschlagsserie in Istanbul und den Touristenzentren Marmaris und Antalya übernahmen die radikalen "Freiheitsfalken Kurdstans", ein Ableger der verbotenen "Arbeiterpartei Kurdistans".
Neue Anschläge verhindert
Kurz nach den Bombenanschlägen in den südtürkischen Ferienorten Marmaris und Antalya haben die türkischen Sicherheitsbehörden in der Nähe der Grenze zum Irak 74 Kilogramm Plastiksprengstoff sichergestellt. Wie der Fernsehsender CNN-Türk und mehrere Zeitungen berichteten, wurden in der südostanatolischen Provinz Sirnak zudem 15 Raketenwerfer beschlagnahmt.
Die Behörden nehmen an, dass der Sprengstoff des Typs C-4 und die Raketenwerfer von Mitgliedern der kurdischen Terrororganisation PKK aus Irak in die Türkei geschmuggelt worden waren. Bei ihren Kämpfen gegen die türkische Armee benutzte die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) in den vergangenen Monaten erstmals schwerere Waffen wie Panzerfäuste, die sich die Kurdenorganisation nach Einschätzung türkischer Sicherheitsbehörden im Nordirak besorgt hatte.
Zu den insgesamt vier Anschlägen in Marmaris und Antalya, bei denen drei Menschen getötet und mehrere Dutzend weitere verletzt worden waren, hatte sich die Terrorgruppe "Freiheitsfalken Kurdistans" bekannt, ein Ableger der PKK. Nach Presseberichten wurde bei den Anschlägen Plastiksprengstoff vom Typ A-4 verwendet.
Bei dem in Sirnak beschlagnahmten Sprengstoff handelt es sich um den Typ C-4, der ebenfalls häufig von kurdischen Extremisten bei Anschlägen benutzt wird; in der Stadt Tunceli wurde laut CNN-Türk bei einer Routinekontrolle der Gendarmerie eine C-4-Bombe entdeckt und entschärft.
Die Zeitung "Sabah" meldete ergänzend, die türkischen Sicherheitskräfte hätten im ostanatolischen Erzincan eine mutmaßliche PKK-Bombe an einer Eisenbahnstrecke unschädlich gemacht.
(apa/red)
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