Nach Fall "Natascha Kampusch": Gastinger plant höhere Strafen für Entführungsdelikte
- Justizministerin für Anhebung von zehn auf 20 Jahre
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weiter fortgesetzt!
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Justizministerin Gastinger plant als Konsequenz aus dem Fall Natascha Kampusch höhere Strafen für Entführungsdelikte. Durch diesen "dramatischen Fall" sei klar geworden, dass es im Strafgesetzbuch keinen adäquaten Strafrahmen geben, meinte die Ressortchefin in einem Radio-Interview.
Die Ministerin beauftragte eine Arbeitsgruppe, eine Evaluierung durchzuführen. Gastinger selbst kann sich eine Erhöhung von derzeit maximal zehn auf 20 Jahre vorstellen. In Kraft treten würde diese Verschärfung freilich erst im kommenden Jahr: "Frühester Zeitpunkt ist der 1. Jänner 2007." Letztlich werde es aber davon abhängen, wie schnell die neue Regierung stehe.
In Sachen Opferschutz lobte Gastinger in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast" die bereits umgesetzten Maßnahmen, kann sich aber noch mehr vorstellen. Dies betreffe vor allem jene Fälle, wo keine Ansprüche mehr an den Täter gestellt werden könnten, weil dieser pleite sei. Für diesen Bereich des Schmerzensgeldes bräuchte sie vom Finanzminister viel Geld, konkret zweistellige Millionen-Beträge. (apa)
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