Medien vor Wohnung, Interview-Anfragen: Priklopil-Mutter rückt ins Medien-Interesse
- Anwalt: Wird nichts zu Berichterstattung beitragen
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Die Mutter des Entführers von Natascha Kampusch, Waltraud Priklopil, möchte keinen Beitrag zur Berichtstattung über den Fall leisten. "Frau Priklopil weiß um das Interesse der Medien, es wurden auch schon ganz konkrete Anfragen an sie heran getragen, sie hat aber nicht die Absicht, zur Berichterstattung irgendetwas beizutragen. Sie ersucht, dies zu respektieren", heißt es in einem der APA übermittelten Schreiben des Anwalts von Waltraud Priklopil, Thomas Höhne.
Auch wenn die Mutter von Wolfgang Priklopil bisher nicht im Mittelpunkt der Berichterstattung gestanden sei, müsse sie sich dennoch Sorgen um die Wahrung ihrer Persönlichkeitsrechte machen. "Ihre Wohnung ist von Journalisten belagert, sodass sie sich genötigt sah, vorübergehend an einem anderen Ort Wohnung zu nehmen und es nicht wagen kann, auch nur die nötigsten Dinge des täglichen Bedarfs aus ihrer Wohnung zu holen", betont der Anwalt.
Waltraud Priklopil ersuche die Medien, "von derartigen 'Interessensbezeugungen' abzusehen". Er sei beauftragt, "gegen jegliche Verletzung der Persönlichkeitsrechte von Frau Priklopil sowie gegen unwahre Berichterstattung, die Person von Frau Priklopil betreffend, vorzugehen", warnt Anwalt Höhne.
(apa/red)
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