Sonntag, 3. September 2006

Aggressiver FPÖ-Wahlkampauftakt in Wels:
Scharfe Strache-Parolen gegen Ausländer

  • Härtere Behandlung krimineller Ausländer gefordert
  • Parteichef will Zuwanderungsstopp nach Österreich

Die FPÖ hat am Sonntag offiziell ihren Wahlkampf für die Nationalratswahl eröffnet. Zentrales Thema im Festzelt am Gelände der Welser Messe war die Ausländerpolitik. Vor knapp 2.000 Zuhörern forderte FP-Chef Strache härteres Vorgehen gegen kriminelle Ausländer, ein Ende der Sozialleistungen für alle Nicht-Österreicher sowie keine weitere Zuwanderung nach Österreich von Ländern außerhalb Europas.

Mit verschiedenen Musikstücken, vom "Kufsteinlied" bis zu "New York, New York" bereitete die Kärntner "John-Otti-Band" beim Frühschoppen die Besucher auf den Einmarsch von Strache vor. Begleitet von Volksanwalt Stadler und FPÖ-Vertretern aus allen Bundesländern betrat am späten Vormittag Strache, eine Österreichfahne schwenkend, das Festzelt. Zu den Klängen des "HC-Rap" schritt er ans Rednerpunkt.

Sein angestrebtes Ergebnis für die Nationalratswahl sei der dritte Platz für die FPÖ. Der Gang in Opposition sei für ihn "kein Dogma", denn die FPÖ wolle mitgestalten. Strache kündigte erneut an, beim Erreichen des dritten Platzes "den Kanzleranspruch zu stellen", denn: "Das sind die Österreicher ja schon gewohnt." Seine Partei werde aber momentan durch "Gesprächsverweigerung" ausgegrenzt. Alle anderen Parteien würden "inhaltlich gegen die österreichischen Interessen" arbeiten. So sei die FPÖ die einzige Arbeitnehmervertretung in Österreich, genau wie die einzige Partei, die etwas für mittelständische Unternehmen tun wolle.

Bundeskanzler Schüssel und SPÖ-Chef Gusenbauer seien "in Wirklichkeit austauschbar", sagte Strache. Beide seien "ein sozialpolitischer Eiskasten" und würden für Belastungspolitik stehen. Die Grünen hingegen seien "jederzeit bereit, die Staatsbürgerschaft an jeden Zuwanderer zu verschenken", so Strache. (apa)

3.9.2006 13:32