Donnerstag, 31. August 2006

Spargel, Chianti, jede Menge Sieg und die BAWAG: Chronologie der SPÖ seit Wahl 2002

  • Trotz Vier-Prozent-Zuwachs Verlust der Nummer 1

Die wichtigsten Ereignisse, die SPÖ betreffend, während der letzten vier Jahre:

2002

* 24.11.: Die SPÖ holt bei der Nationalratswahl zwar einen Zuwachs von etwa vier Prozentpunkten, bleibt aber mit knapp 37 Prozent klar hinter der ÖVP und hat damit nach 36 Jahren ihre Nummer 1-Position im Land verloren.

2003

* 20.2.: Die ÖVP entschließt sich gegen finale Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ, nimmt diese stattdessen mit der FPÖ auf und verlängert die Regierungsarbeit mit den Freiheitlichen um weitere vier Jahre

* 27.2.: Andrea Kuntzl tritt als Bundesgeschäftsführerin zurück. Doris Bures bleibt im Amt und bekommt Norbert Darabos zur Seite gestellt.

* 30.3.: Die SPÖ fährt ein Plus von drei Prozentpunkten auf knapp 33 Prozent bei der NÖ Landtagswahl ein.

* 9.5.: SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer versucht bei einem Spargelessen mit Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider eine Normalisierung des Verhältnisses mit der FPÖ.

* 28.9.: Die SPÖ legt bei den Landtagswahlen in Tirol (+4 auf knapp 26 Prozent) und Oberösterreich (+11 auf gut 38 Prozent) kräftig zu, in Tirol koaliert man mit der ÖVP, in Oberösterreich kommt es zu Schwarz-Grün.

2004

* 7.3.: Gabi Burgstaller erobert mit 45 Prozent der Stimmen den Landeshauptmannsessel in Salzburg, Peter Ambrozy bleibt hingegen in Kärnten trotz Stimmengewinnen hinter der FPÖ nur Nummer 2.

* 13.3.: Kärntner FPÖ und SPÖ besiegeln bei einem Glas Chianti ihre neu geschlossene Koalition.

* 25.4.: Heinz Fischer wird als Kandidat der SPÖ zum Bundespräsidenten gewählt, Barbara Prammer folgt ihm als Zweite Nationalratspräsidentin.

* 13.6.: Die SPÖ legt bei der EU-Wahl knapp zwei Prozentpunkte zu und wird mit 33,5 Prozent knapp vor der ÖVP stärkste Kraft.

* 19.9.: Bei der Vorarlberg-Wahl kommt die SPÖ auf 16,9 (plus 3,9) und distanziert damit überraschend die FPÖ.

* 29.11.: Alfred Gusenbauer erhält am Parteitag nur 88,9 Prozent der Stimmen, das ist nach Peter Ambrozy das zweitschlechtste Ergebnis aller Präsidiumsmitglieder

2005

* 7.7.: Aus Protest gegen die Position der Klubspitze fehlen vier Abgeordnete bei der Abstimmung über das Fremdenpaket im Nationalrat. Der Rest der Partei stimmt mit der Koalition für strengere Asylregelungen.

* 2.10.: Franz Voves führt die steirische SPÖ zu einem Zugewinn von fast zehn Prozent der Stimmen und damit auf Platz eins. In der Folge wird er erster SPÖ-Landeshauptmann der Steiermark.

* 9.10.: Die burgenländische SPÖ erobert bei der Landtagswahl die absolute Stimmenmehrheit (52,2 Prozent).

* 23.10.: Bei der Wien-Wahl verpasst die SPÖ die erhoffte 50 Prozent-Marke, siegt aber unter Michael Häupl trotzdem mit absoluter Mandatsmehrheit.

* 29.10.: Gaby Schaunig gewinnt die Kampfabstimmung um den Kärntner Landesvorsitzenden und beerbt somit den abtretenden Peter Ambrozy.

2006

* 28.2.: Die neue Kärntner SPÖ-Chefin Gaby Schaunig beendet die Koalition mit den Kärntner BZÖ-Freiheitlichen.

* 24.3.: Der BAWAG-Skandal mit der Haftung des ÖGB für die Gewerkschaftsbank fliegt auf. Wenige Tage später muss ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch gehen.

* 23.6.: Das SPÖ-Präsidium segnet nach tagelangen Streitigkeiten den Wunsch von Parteichef Gusenbauer ab, Spitzengewerkschafter nicht mehr im Nationalratsklub zu akzeptieren.

* 17.8.: Der SP-nahe kaufmännische Direktor des ORF, Alexander Wrabetz, wird dank einer Rebenbogenkoalition, der auch FPÖ und BZÖ angehören, zum neuen Generaldirektor des Unternehmens.
(apa)

31.8.2006 14:28