Wahl: SPÖ startet vom dritt-schlechtesten Ergebnis seit '45 in die Schlacht um Stimmen
- Seit '45 bei Urnengängen kaum einmal schlechter
·SPÖ seit 2002: Viele Siege aber eine Bawag
Wahlen in Steiermark und Salzburg Höhepunkte
·SPÖ-Ergebnisse bei Bundeswahlen seit '45
Bestes Abschneiden 1979
mit 51 % der Stimmen
·Spargel, Chianti, jede
Menge Siege & Bawag
Chronologie der SPÖ seit der Nationalratswahl '02
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Politikkabine.at: Hilfe für die Wahlen im Burgenland
Erstmals seit 1970 startet die SPÖ heuer als zweitstärkste Kraft in die Nationalratswahlen. Dennoch hatte ihr die vorige Wahl nicht das historische Tief beschert - das war schon 1999 der Fall. Deshalb reichte der immerhin drittgrößte Zuwachs der Roten in der Zweiten Republik (3,3 Prozentpunkte) nur für das dritt-schlechteste Ergebnis (36,5 Prozent).
Anders als die ÖVP konnte die SPÖ bisher das in der erfolgreichen Ära Haider - also zwischen der Machtübernahme Jörg Haiders 1986 und der FPÖ-Regierungsbeteiligung 2000 - eingefahrene Minus bei weitem nicht kompensieren. 17,7 Prozentpunkte büßte die SPÖ seit 1986 ein - und nur 6,6 Prozentpunkte hat sie in diesem Zeitraum (1995 und heuer) an Zuwächsen verbucht.
Bis einschließlich der Wahl 1990 lagen die Roten immer über 40 Prozent - in der Ära Kreisky drei Mal sogar über 50 Prozent. Seit 1994 reichte es nur mehr für einen Dreier vorne.
Ihre Zuwächse-Verluste-Bilanz konnte die SPÖ mit der Wahl 2002 aber ins Positive wenden: Bei den bisher 17 Folge-Wahlen nach 1945 hat sie nun neun Mal Zuwächse und acht Mal Verluste eingefahren.
Unter den Bundesländern haben sich 2002 das Burgenland (mit dem besten Resultat von 45,8 Prozent) und Wien (mit dem größten Zuwachs von 5,9 Prozentpunkten) als Hochburgen der SPÖ bestätigt. Zurückerobern konnte die SPÖ von der FPÖ den 1999 verlorenen ersten Platz in Kärnten. In Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark hat sie den ersten Platz an die ÖVP verloren, in Salzburg blieb sie auf Platz 2. In Vorarlberg und Tirol konnte die SPÖ sich vom dritten auf den zweiten Platz verbessern - womit sie nirgends mehr auf Platz 3 kam.
Wesentlich erfolgreicher als bei der Nationalratswahl 2002 war die SPÖ bei den seither durchgeführten Landtagswahlen in allen neun Bundesländern: Nicht nur, dass sie der ÖVP Salzburg und die Steiermark abnehmen konnten, haben die Sozialdemokraten nun - erstmals seit den 70er-Jahren - wieder mehr Landtags-Stimmen als die ÖVP.
Ebenfalls schon lange - 30 Jahre - nicht mehr erlebt hatte die SPÖ bis zum vorigen Jahr einen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen. 2005 konnte sich Heinz Fischer durchsetzen.
(apa)
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