Stetiger Aufwärtstrend soll fortgesetzt werden: Grüne hoffen erneut auf den 3. Platz
- 2002 brachte mit 9,47 % bestes Ergebnis im Bund
- Ergebnis soll zweistellig & besser als jenes der FP sein

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Tritt schon zum 3. Mal als Spitzenkandidat an
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Regierung in OÖ klappt, im Bund scheitert sie
·Das prognostizierten die Meinungsforscher
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Politikkabine.at: Hilfe für die Wahlen im Burgenland
20 Jahre nach ihrem Einzug in den Nationalrat können die Grünen bei der heurigen Wahl hoffen, erstmals ein zweistelliges Ergebnis und den dritten Platz zu schaffen. Wahlziel war das auch 2002 schon: Damals blieben sie mit 9,47 Prozent aber um 26.348 Stimmen hinter der FPÖ am vierten Rang. Die 9,47 Prozent waren dennoch das bis dahin beste Ergebnis der Grünen bei einer Bundeswahl seit ihrer Gründung.
Seit der EU-Wahl 2004 liegt die Latte allerdings wieder höher: 12,89 Prozent schafften sie im Juni vor zwei Jahren.
Auch bei der Nationalratswahl können die Grünen mit Zuwächsen rechnen. Der Zenit scheint noch nicht erreicht: Die Zuwachsrate war bei der letzten Wahl mit rund 50 Prozent mehr Wählern ebenso groß wie schon einmal vor zehn Jahren.
Die Nationalrats-Fraktion hat sich seit 1986 verdoppelt: Damals gab es acht Grüne Abgeordnete, heute sind es 17. Und bei der Wahl 2002 haben sie es in immerhin vier Bundesländern - Niederösterreich, Tirol, Vorarlberg und Wien - sowie in acht der neun Landeshauptstädte (nicht in Klagenfurt) auf Platz 3 geschafft.
Das bestätigte sowohl die Hochburgen Wien und Vorarlberg - als auch die Tatsache, dass die Grünen vor allem städtisches Publikum ansprechen. Absolute Hochburg war 2002 einmal mehr der Wiener Bezirk Neubau: Mit 30,1 Prozent wurden die Grünen auch bei der Nationalratswahl stimmenstärkste Partei in dem Bezirk, in dem sie seit 2001 auch den Bezirksvorsteher stellen.
Die schwierigsten Länder für die Grünen sind traditionell Burgenland und Kärnten. Aber mittlerweile sind sie in allen Bundesländern etabliert, nachdem sie im März 2004 in Kärnten den neunten Landtag eroberten.
Insgesamt waren die Grünen in den vergangenen vier Jahren auf Landesebene ziemlich erfolgreich: Bei sieben der neun Landtagswahlen legten sie zu; die Zahl ihrer Landtagswähler wuchs gegenüber 2002 um fast 30 Prozent. In drei Ländern - Tirol, Vorarlberg und Wien - kamen sie auf mehr als zehn Prozent (in Tirol sogar auf 15,59) und in Niederösterreich, Oberösterreich sowie Tirol auch bei den Landeswahlen auf den dritten Platz. In Oberösterreich gibt es seit 2003 die erste schwarz-grüne Koalitions-Regierung. Etwas gebremst wurde diese Erfolgsserie aber bei den Oktober-Wahlen im Vorjahr, vor allem im Burgenland und der Steiermark, die den Grünen die ersten Stimmenverluste seit sechs Jahren bescherten.
Ergebnisse der Grünen bei Bundeswahlen
| Jahr | Stimmen | Prozent | +/- | Mandate | |
| 1986 | 234.028 | 4,8 | . | 8 | ALÖ und VGÖ |
| 1990 | 225.084 | 4,8 | +/-0 | 10 | GAL/ALÖ |
| 1994 | 338.538 | 7,3 | +2,5 | 13 | |
| 1995 | 233.208 | 4,8 | -2,5 | 9 | |
| 1999 | 310.682 | 7,4 | +2,6 | 14 | |
| 2002 | 465.021 | 9,5 | +2,1 | 17 | |
(apa)
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