'Talsohle der SPÖ ist durchschritten!': Häupl glaubt an 1. Platz für SPÖ bei Wahlen
- Abschneiden seiner Partei hänge von Sozialthemen ab
- Heftige Kritik an Westenthalers Ausländer-Plänen
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Der Wiener Bürgermeister Häupl hält das Umfragetief der SPÖ nach dem BAWAG-Skandal für überwunden. "Da ist die Talsohle jetzt durchschritten", gab er sich optimistisch. Dementsprechend könne seine Partei auch Platz 1 bei der kommenden Nationalratswahl erreichen: "Selbstverständlich ist es möglich."
Dank der besseren Konzepte der Sozialdemokraten hänge nun alles davon ab, wie sehr die Themen Arbeitsmarkt, Sozial-, Gesundheits- und Bildungspolitik im Vordergrund stünden. "Da ortet ja jeder die großen Defizite der letzten sechs Jahre", meinte Häupl.
Koalitionsspekulationen will Häupl laut eigenen Angaben vor der Wahl nicht anstellen. Wobei er jedoch betonte: Einer möglichen Koalition mit dem BZÖ erteile er schon jetzt eine "inhaltlich begründete" Absage.
Heftige Kritik an Westenthalers Ausländer-Plänen
BZÖ-Spitzenkandidat Westenthaler solle sich einmal anschauen, "was auf der einen Seite angerichtet wurde durch das schrankenlose Hereinlassen von Saisonniers und auf der anderen Seite, was passieren würde mit seiner Forderung, dass alle Ausländer herausgeschmissen werden aus Wien".
Das Antreten des ehemaligen SPÖ-Spitzenkandidaten für die EU-Wahl, Hans-Peter Martin, koste natürlich jede Partei Stimmen. Andererseits seien bei dessen EU-Kritik "durchaus Sachen dabei, wo ich sage: da hat er Recht". Dementsprechend neutral gab sich Häupl auf die Frage nach einem möglichen Koalitionspartner Martin: "Schau'n wir mal."
Für Quereinsteiger auf der Bundesliste für die Wahl zeigte sich der SPÖ-Politiker offen: "Ich bin grundsätzlich für gute Leute auf der Bundesliste - wenn Quereinsteiger dabei sind, hat mich das in meinem Leben noch nie gestört." Ob es solche geben werde, wisse er aber nicht.
(apa)
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