BP Fischer appelliert an alle Parteien:
"Miteinander fair und vernünftig umgehen"
- Vor Wahlen wird Klima in Österreich "schwieriger"
- Gemeinsame Arbeit nicht aus den Augen verlieren
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VP 39 %, SP 35 %, Grüne
11 %, FP 7 %, BZÖ 3 %
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Bundespräsident Heinz Fischer hat aus Anlass der bevorstehenden Nationalratswahl einen Appell an die sich bewerbenden Parteien gerichtet. Er forderte sie auf, miteinander fair und vernünftig umzugehen. Diese Ermahnung Fischers kam in seiner Rede zur Eröffnung der Herbstmesse am Mittwoch in Wels in Oberösterreich.
Fischer knüpfte an die Rede von Landwirtschaftsminister Josef Pröll an. Darin sei "nicht zu überhören" gewesen, dass die Wahlen bevorstünden, stellte er fest. Vor Wahlen werde das Klima schwieriger, der Ton rauer und die Balance gehe zwar nicht gleich verloren, aber trete manchmal in den Hintergrund. Das Staatsoberhaupt machte die Parteien darauf aufmerksam, dass es trotz der Wahlen auch einen Tag nach den Wahlen gebe und dann wieder die gemeinsame Arbeit im Interesse Österreichs geleistet werden müsse.
Der Bundespräsident forderte die Parteien auf, miteinander fair und vernünftig umzugehen. Jede Partei sei - das sage ja die Bezeichnung - "Teil eines Ganzen". Fischer stellte ausdrücklich fest, er "verteidige" die Wahlen: Ohne sie gebe es kein Parlament, ohne dieses keine Demokratie. Der Bürger setze bei einer Wahl ein Zeichen und lege die Richtung fest. Seit 1945 habe es 20 Nationalratswahlen gegeben. Jede habe ihre Besonderheit gehabt, immer sei aber erklärbar und verständlich gewesen, was die Menschen wollten.
Fischer korrigierte auch Pröll, der in seiner Rede betont hatte, in den Verhandlungen auf EU-Ebene um das Geld für die Landwirtschaft hätten alle anderen Länder verloren, nur Österreich gewonnen. Der Bundespräsident stellte fest, alle gemeinsam sollten gewinnen. Vom Nutzen der Gemeinschaft sollten alle profitieren. (apa/red)
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