Dienstag, 29. August 2006

Sozialministerin spricht Klartext: Für Haubner gibt es keinen Weg zurück zur FPÖ

  • Anti-Abtreibungsprämie der FPÖ ist "indiskutabel"

Sozialministerin Ursula Haubner lehnt eine Wiedervereinigung von BZÖ und FPÖ nach der Nationalratswahl entschieden ab. "Nein, einen Weg zurück gibt es nicht", so Haubner. Trotz der schwachen Prognosen von drei bis vier Prozent für ihre Partei glaubt Haubner, dass das BZÖ im Nationalrat vertreten sein wird.

Ein Ausländerproblem des BZÖ sieht sie im Interview mit dem "Standard" nicht. Zur Forderung ihres Parteichefs Peter Westenthaler, 300.000 Ausländer in deren Heimat zurückzuschicken, meinte sie, man müsse hier differenzieren. "Ausländer, die gewalttätig, kriminell und nicht integrationswillig sind, sollen die Möglichkeit haben, müssen wieder in ihre Heimat zurückkehren. Bei uns sollen nur die sein, die hier arbeiten, ihren Beitrag für unser Land leisten und vor allem auch bereit sind, sich zu integrieren".

Die Forderung der Kärntner FPÖ, Frauen eine Anti-Abtreibungsprämie von 15.000 Euro zu bezahlen, ist für Haubner "indiskutabel". Auch lehnt die Sozialministerin ein absolutes Abtreibungsverbot ab, wie das FPÖ-Volksanwalt Ewald Stadler verlangt hat. (apa/red)

29.8.2006 17:44