Einkommensabhängiges Karenzgeld: Grüne wollen Frauenförderung am Arbeitsmarkt
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bei qualifizierten Kräften?
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426.000 Österreicher
für 465.000 Angehörige
Die Grünen fordern vor der Nationalratswahl ein Paket zur Förderung von Frauen am Arbeitsmarkt. Die Konzepte sind bereits bekannt: Die Wirtschaftsförderung soll an die innerbetriebliche Frauenförderung gekoppelt werden, die Öffentliche Hand soll 10.000 Jobs für Frauen fördern und an Stelle der 436 Euro Kindergeld soll künftig ein einkommensabhängiges Karenzgeld treten. Vize-Parteichefin Eva Glawischnig erwartet sich davon eine "Trendwende" am Arbeitsmarkt für Frauen.
Beim Kindergeld wollen die Grünen die Auszahlungsdauer verkürzen, den Bezug im Gegenzug auf 80 Prozent des Letzteinkommens anheben (mindestens 730 Euro). Die gesamte Auszahlungsdauer des einkommensabhängigen Karenzgeldes soll es aber nur geben, wenn sowohl die Frau als auch der Mann in Karenz gehen (zwei mal acht Monate).
Gegen Frauendiskriminierung in privaten Unternehmen will Glawischnig vorgehen, indem die Auszahlung der Wirtschaftsförderung an innerbetriebliche Frauenförderung (konkret: eine "Gleichstellungsprüfung") gekoppelt wird. Im Vorjahr wurden von der staatlichen Förderbank Austria Wirtschaftsservice (AWS) nach Angaben der Grünen knapp über eine Mrd. Euro ausgeschüttet.
Außerdem fordern die Grünen direkte staatliche Förderungen für Frauenarbeitsplätze. Unter dem Titel "Aktion 10.000" sollen 10.000 Jobs geschaffen werden - zwei Drittel der Lohnsumme soll für ein Jahr lang der Staat bezahlen. Der Regierung, vor allem Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (V), warf Glawischnig Untätigkeit vor. Abgesehen von der Initiative zur geschlechtsneutralen Textierung der Bundeshymne sei von der Ministerin nichts gekommen.
(apa/red)
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