Bierkonsum entscheidet über Mandate: Lokal in Wien erprobt neues "Wahlsystem"
- Bier wird jeweils von Zapfsäule einer Partei bestellt
- Jeder Hahn steht für Partei - wer mehr zapft, gewinnt
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Im wahrsten Sinne des Wortes "Politik am Wirtshaustisch" bietet das Wiener Bierlokal "Hawidere" in der Ullmannstraße (www.hawidere.at). Hier kann man bereits ab dem 18. September seine Stimme abgeben. Das "Wahlsystem" funktioniert folgendermaßen: Die Wähler bestellen ihr Bier aus der von ihnen bevorzugten Zapfsäule, wobei diese jeweils für eine andere Partei stehen. Anhand der gezapften Liter wird dann das Mandatsverhältnis errechnet.
"Um geschmacklichem Missbrauch vorzubeugen, wird während der Wahlwoche ausnahmsweise aus allen Zapfsäulen dasselbe Bier gezapft. Für einen reibungslosen Ablauf der Wahl wurde gar ein unabhängiger OSZE Wahlbeobachter aus Tschechien engagiert: Velkopopvicky Kozel", hieß es in einer Aussendung. Nichtwähler können sich mit 17 verschiedenen Flaschenbieren der Stimme enthalten.
Die Ergebnisse - Hochrechnungen, Aufteilungen der Mandate, Vergleich zum Vortag und Wählerstromanalysen - werden mehrmals täglich auf einer Großbildleinwand übertragen. Am Wahltag, dem 1. Oktober, steigt ab 15 Uhr eine Wahlparty unter dem Motto "100 Jahre Liesl Gehrer oder Fred, der neue Kanzler" mit der mehrstündigen Live Übertragung der Wahlberichterstattung des ORF.
(apa/red)
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