Dienstag, 29. August 2006

Kein Tippfehler: Liste Hans-Peter Martin steht bei Wahl als "MATIN" am Stimmzettel

  • "Matin" ist das französische Wort für morgen
  • HPM will der Aufdecker nicht für sich verwenden

Die Bürgerliste von Hans-Peter Martin wird am Stimmzettel neben dem vollen Namen der Initiative mit dem Kürzel "MATIN", also französisch für "Morgen", antreten. Der Grund: In der Spalte, wo andere Parteien durchwegs mit drei Buchstaben das auslangen finden, sind nur fünf Stellen zulässig. Ein Umstand, den Martin kritisiert: Bei der EU-Wahl habe er sehr wohl mit dem sechsstelligen "MARTIN" antreten dürfen, "bei der Nationalratswahl traut man den Menschen offenbar nicht zu, sechs Buchstaben lesen zu können".

Der EU-Aufdecker sieht darin ein Symptom für die "dringend zu reformierende Nationalratswahlordnung", bei der er auch das Prozedere mit den Unterstützungserklärungen ändern würde: "Da wiehert der Amtsschimmel."

Das prägnante Kürzel "HPM", das am Stimmzettel auch mit der geltenden Wahlordnung Platz gefunden hätte, lehnt Martin jedenfalls ab, wie er betonte: "Ich bin bekannt als Herr Martin." Das Kürzel würde im wesentlichen in Wiener Journalistenkreisen bzw. im "Wiener Polithaberer-Milieu" kursieren, lautet der Befund des EU-Parlamentariers zur öffentlichen Verwendung seiner Initialen.

Über Spekulationen weiterer Kandidaten bzw. auf welcher Landesliste er selbst antreten wird, gab Martin keine Auskunft. Dies werde bei einer morgen, Mittwoch angesetzten Pressekonferenz bekannt gegeben.
(apa/red)

29.8.2006 10:33