Möglicher Fall von Sterbehilfe: Salzburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Facharzt
- Mediziner unter Verdacht: 70-Jährige verstarb im Juni
Die Salzburger Staatsanwaltschaft hat Vorerhebungen in einem möglichen Fall von aktiver Sterbehilfe eingeleitet. Das bestätigte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Barbara Feichtinger, gegenüber der APA. Weitere Auskünfte gebe es derzeit nicht, alle Vorwürfe würden geprüft, sagte Feichtinger.
Ein ehemaliger Salzburger Facharzt stehe unter dem Verdacht, einer 70-jährigen Frau aus Obertrum (Flachgau) Sterbehilfe geleistet zu haben, berichtete der ORF Salzburg. Die Frau soll schwer krank gewesen sein und wurde im Juni in ihrem Haus in einem Sessel tot aufgefunden. Der zunächst gerufene Arzt konnte kein Fremdverschulden feststellen.
Als im Haus der alten Frau 27.000 Euro fehlten, wurde die Polizei verständigt, heißt es im Bericht des ORF. Die Beamten stellten Einstiche am Körper der Verstorbenen fest und nahmen Ermittlungen auf. Die Einstiche könnten darauf hindeuten, dass die Frau Medikamente verabreicht bekam. Eine Obduktion wurde durchgeführt. Über die Rufdatenaufzeichnung des Mobiltelefons der Verstorbenen stießen die Ermittler auf einen Salzburger Mediziner, in dessen Haus auch der Geldbetrag entdeckt wurde. (apa)
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