Freitag, 25. August 2006

Luxus-Urlaub als die neue Mogel-Packung:
Viele Beschwerden von Luxus-Reisenden

  • Viele E-Card-Probleme und Umbuchungsbeschwerden
  • Bereits 1.400 Beschwerden allein in Oberösterreich

Luxus-Urlaub und Beschwerden? Das gehört doch eigentlich nicht zusammen. Trotzdem gibt es bei der Konsumenteninformation der Arbeiterkammer Oberösterreich vermehr Beschwerden auf Grund von verpatzten Luxus-Reisen und weniger mit Billig-Angeboten. Im Urlaub wollen sich viele Reisende "etwas leisten" und sind dann etsprechend enttäuscht, wenn sich die mit den Attributen "Luxus" oder "exklusiv" versehenen Angebote dann als nur "durchschnittlich" erweisen.

Heuer beschwerten sich bei der Konsumenteninformation viele Frühbucher. Ihr Motiv war der Wunsch nach einer bestimmten Destination, einem Hotel oder einem Flug. Umso größer sei der Ärger, wenn sie kurz vor Urlaubsantritt darüber informiert werden, dass Hotel oder Flug überbucht seien. Für die Konsumenteninformation besteht der Verdacht, dass entweder bei der Buchung Schlampereien passiert oder Frühbucher nachgereiht wurden.

Probleme mit der E-Card
Immer wieder habe es zudem lästige Flugabsagen oder -Verschiebungen gegeben, die den Konsumenten wertvolle Urlaubszeiten sowie teure Umbuchungen für versäumte Anschlussflüge gekostet hätten. Weitere Beschwerden betrafen die E-Card. Ärzte in Griechenland, Italien, Spanien und Großbritannien hätten sie nicht akzeptiert und für ihre Behandlungen Barzahlung verlangt. Diese Kosten würden aber nur zum Teil von den heimischen Krankenkassen rückerstattet. Die Arbeiterkammer rät deshalb zu einer privaten Urlaubskrankenversicherung, in vielen Fällen sei sie ohnehin im Leistungspaket von Kreditkarten enthalten.

Kaum Beschwerden über Österreich
Bisher seien heuer mehr als 1.400 Anfragen und Beschwerden zu Urlaubsreisen bei der oberösterreichischen Konsumenteninformation eingegangen. Im Vergleich mit der Zahl der Buchungen würden sie sich im einstelligen Bereich bewegen. Auffällig häufig hätten sie Griechenland, Tunesien, Italien und Spanien betroffen. Zurückgegangen seien sie bei Türkei und Ägypten - auch wegen rückläufiger Buchungen. Österreich werde "ganz wenig" genannt, die meisten Beschwerden gebe es hier über hohe Nebenkosten.
(APA/red)

25.8.2006 13:55