Mittwoch, 23. August 2006

Laute Musik, Spritzer, Mammas und Handys:
Die Top-Ten der Strand- Vergehen in Italien

  • Spitzenreiter des schlechten Benehmense - das Handy
  • Zur Entspannung lieber auf die Malediven fliegen

Wer sich bei sanften Wellengang entspannen und erholen will, der sollte in die Karibik fahren, nicht aber nach Bella Italia. Strandleben auf Italienisch, das geht so: laute Musik dröhnt aus Kofferradios, während ein Beachvolleyball auf das Handtuch rollt und eine "Mamma" ihren Sohn anbrüllt. Der italienische Verbraucherschutzverband Codacons hat einen Zehn-Punkte-Katalog mit den schlimmsten Vergehen am Strand herausgebracht.

Spitzenreiter bei den "Top Ten des schlechten Benehmens": Das Handy.
"Scheinbar können die Italiener nicht mal im Urlaub ohne ihr heiß geliebtes Mobiltelefon leben", schrieben Kommentatoren. "Aber Euer Sonnenschirm-Nachbar, der eigentlich ein Nickerchen machen möchte, ist vielleicht gar nicht interessiert daran, alles über Euer Privatleben zu erfahren." Deshalb der Codacons-Ratschlag: "Schaltet den Klingelton aus und sprecht zumindest leise!"

Die Silbermedaille
Erfahrene Italien-Urlauber kennen das: Kaum hat man ein kuscheliges Plätzchen im Sand gefunden und den Sonnenschirm aufgespannt, kommt garantiert schon die nächste Großfamilie, die in nicht einmal zehn Zentimeter Entfernung Campingstühle, Handtücher und Kühltasche platziert. Der fehlende Respekt für den persönlichen "Lebensraum" am Strand liegt auf Platz 2 der Rangliste.

Der dritte Platz
Die "Bronzemedaille" geht Codacons zufolge hingegen an die "kalten Spritzer": "Während wir gerade versuchen, uns an die eisige Wassertemperatur zu gewöhnen, kommt schon einer wie ein Bulldozer angerannt, stürzt sich gleich nebenan in die Fluten und macht uns nass." Sowas kann kältescheue Freizeitschwimmer ganz schön in Rage bringen.

Die Plätze 4 bis 10
Weiter geht es in der Liste: Angefangen bei den langen Wartezeiten an den Strand-Duschen (Platz 4: - "Wenn ihr dreckig seid, dann wascht Euch im Hotel", meint Codacons) über lautstarkes Geschreie und Gezetere auf dem Handtuch (Platz 5) über rücksichtsloses Fußball- und Beachvolley-Spiel am Ufer (Platz 6) und plärrende Radios (Platz 7). Ebenfalls in die "Top Ten" schafften es dröhnende Acquascooter, Umweltverschmutzer, die ihren Müll beim Baden im Meer abladen und lautstarke Verhandlungen mit fliegenden Händlern, die alle fünf Minuten eine falsche Rolex oder eine nachgemachte Gucci-Tasche anpreisen.
(APA/red)

23.8.2006 09:26