Donnerstag, 24. August 2006

L'ame Immortelle starten auch hierzulande durch: Gothic-Band international erfolgreich!

  • Neue CD "Auf Deinen Schwingen" mit mehr Gitarren

Vor zehn Jahren ist die Gothic-Formation L'ame Immortelle erstmals ins (Kerzen-)Licht der Öffentlichkeit getreten. Das Duo aus Österreich wurde in der Heimat ignoriert, im Ausland baute man sich kontinuierlich eine Fan-Basis auf, das bisher letzte Album schaffte es es auf Platz 16 der deutschen Charts. Mit der CD "Auf Deinen Schwingen" (Sony BMG) setzt die Formation nun den bewährten Sound fort. Die Songs drehen sich alle um das Thema Liebe. "Kitsch ist ja nichts Schlechtes", meinte Thomas Rainer, männlicher Part bei L'ame Immortelle, über seine Texte.

"Es reizt natürlich, mit Klischees zu spielen", meinte Sonja Kraushofer, die weibliche Stimme der Gruppe, im Interview mit der APA. "Die Frage ist immer nur, wie man so ein Klischee umsetzt, ob man dabei Stil bewahrt." Darum wird bei L'ame Immortelle kaum etwas dem Zufall überlassen. Das gilt für die Outfits der Musiker ebenso wie für die Gestaltung der CD-Hülle. "Das Konzept ist bis zum letzten I-Tüpfchen durchdacht", betonte Rainer.

"Auf Deinen Schwingen" ist ein Konzeptalbum, berichtete das Duo. "Nach dem Schreiben der ersten fünf, sechs Songs hat sich ein roter Faden abgezeichnet. Wir verstanden es als Herausforderung, die restlichen Lieder so zu gestalten, dass sich daraus eine zusammenhängende Geschichte ergab. Ein roter Faden ist ganz wichtig, damit sich der Hörer bemüßigt fühlt, das ganze Album anzuhören. Und wenn man sich zur Musik die Bilder im Booklet zur CD ansieht, dann öffnet sich eine ganze Welt."

Auf Gothic wollen sich Sonja, die in Deutschland lebt, und der Wiener Thomas nicht reduzieren lassen. "Wir stehen zu dem Genre, aber ich glaube, dass wir mittlerweile mehr 'normale' Leute als Grufties unter den Fans haben", schmunzelte Rainer, der auch den Wiener Club "Pi" betreibt. "Je mehr Leute wir mit unserer Arbeit erreichen, desto besser. Aber wir verbiegen uns nicht dafür."

Dort wo früher Elektronik den Ton angab, gibt es heute echte Instrumente zu hören. "Die Gitarre hat sich über die letzten drei Alben ihren Platz hart erkämpft und sich einen immer größeren Stellenwert erarbeitet. Auch unser Musikgeschmack hat sich natürlich verändert. Und nicht zuletzt haben wir auf der vergangenen Tour mit einer Band gespielt und gemerkt, wie geil das ist, wie organisch sich das anhört", kommentierte Rainer den Unterschied zu früheren Produktionen. (apa/red)

24.8.2006 17:12
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