Mittwoch, 23. August 2006

Geburtenrate bei unter zwei Kindern pro Frau: Bevölkerung in Europa schrumpft laufend

  • Irland & Frankreich mit 1,99 und 1,97 am "fleißigsten"
  • Niedrigste Rate in ehemaligen Ostblockstaaten

Die Bevölkerung Europas wird in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich schrumpfen. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Geburtenrate in weiten Teilen des Kontinents seit Jahren unter zwei Kindern pro Frau liegt. Innerhalb der EU nähern sich diesem Wert nur Irland und Frankreich mit einer Geburtenrate von 1,99 beziehungsweise 1,94 Kindern pro Frau.

Von diesen beiden Staaten abgesehen lässt sich die Entwicklung in der EU nach Regionen unterteilen: Am niedrigsten ist die Geburtenrate mit Werten zwischen 1,2 und 1,3 in den ehemaligen Ostblockstaaten. Eine Ausnahme bildet das winzige Estland mit zuletzt immerhin 1,4 Kindern pro Frau. Es folgen die südlichen Mittelmeerländer Spanien, Italien und Griechenland mit Werten um 1,3. In dieser Region weisen nur Portugal, Zypern und Malta höhere Geburtenraten aus.

Deutschland und Österreich liegen mit rund 1,4 Kindern pro Frau im Mittelfeld. Höher ist die Geburtenrate in den Beneluxstaaten und Großbritannien mit Werten zwischen 1,6 und 1,7; vor allem aber in den skandinavischen Ländern, wo die Frauen durchschnittlich 1,8 Kinder zur Welt bringen.

Generell gilt: In nahezu allen Industriestaaten altert die Bevölkerung. Selbst in den USA, wo die Geburtenrate mit 2,1 Kindern pro Frau deutlich höher ist als in den meisten europäischen Ländern, wird mittlerweile über die Folgen des demographischen Wandels für die Pensionsversicherung diskutiert.
(apa)

23.8.2006 15:09