Samstag, 26. August 2006

Bestechung und Betrug: Korruptionsaffäre um IKEA Deutschland weitet sich aus

  • Insgesamt stehen 51 Personen unter Verdacht

Die Korruptionsaffäre um das schwedische Möbelhaus IKEA weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit gegen sieben ehemalige Mitarbeiter der IKEA-Bauabteilung sowie wegen des Verdachts der Bestechung und des Betrugs gegen 44 Mitarbeiter von Bau- und Handwerksfirmen, schreibt "Der Spiegel" unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde. Die Staatsanwaltschaft war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Laut "Spiegel" soll der mittlerweile verstorbene Hauptbeschuldigte seit Mitte der 80er Jahre Bestechungsgelder in Millionenhöhe kassiert haben. Allein zwischen Dezember 2002 und August 2005 soll er von einer Düsseldorfer Projektfirma 281.000 Euro erhalten haben. Der 56 Jahre alte Bauleiter aus der IKEA-Zentrale in Wallau bei Wiesbaden hatte sich im September 2005 in seiner Zelle erhängt. Ein zweiter Beschuldigter ließ sich nach "Spiegel"-Informationen mit Bargeld, Urlaubsreisen und einer Sanierung seines privaten Anwesens in einem Wert von 300.000 Euro bestechen. (apa/red)

26.8.2006 20:19