Freitag, 22. Dezember 2006

Energiepreise für Haushalte im November um 1,5 % höher: Treibstoffe deutlich billiger

  • Preis für Brennholz verteuerte sich um 7,9 Prozent

Die Energiekosten für die österreichischen Haushalte sind im November 2006 gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen, nachdem im Oktober ein Rückgang verzeichnet worden war. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex lag im November 2006 um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, im Oktober war er im Jahresabstand um 1,3 Prozent gesunken. Verbilligt haben sich im November neuerlich Treibstoffe, Brennstoffe waren dagegen teurer als vor einem Jahr.

Gegenüber Oktober verringerte sich der Energiepreisindex um um 0,2 Prozent. Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist im November im Jahresabstand um 1,6 Prozent gestiegen und im Monatsabstand um 0,1 Prozent.

Die sinkende Tendenz bei den Preisen für Benzin und Diesel aus den Vormonaten habe sich im November fortgesetzt, sie werde allerdings schwächer, so die Energieagentur. Der Preis für Normalbenzin reduzierte sich im November im Jahresvergleich um 3,8 Prozent (minus 1,2 Prozent gegenüber Oktober), jener von Superbenzin um 3,5 Prozent (minus 1 Prozent im Monatsvergleich). Diesel war im November 2006 im Vergleich zum November 2005 um 1,3 Prozent billiger und im Vergleich zu Oktober 2006 um 0,8 Prozent.

Der Strompreis blieb im November 2006 gegenüber dem Vormonat unverändert, und lag damit um 4,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Heizöl war im Jahresvergleich um 4,7 Prozent teurer und im Monatsvergleich um 0,9 Prozent billiger.

Die Preise für feste fossile Brennstoffe erhöhten sich gegenüber Oktober 2006 durchschnittlich um 2,4 Prozent bzw. um 3,5 Prozent gegenüber November 2005. Brennholz war im November 2006 um 7,9 Prozent teurer als im November 2005 und um 2,5 Prozent teurer als im Oktober 2006. Bei den Preisen für Holzbriketts war gegenüber dem Vormonat eine Steigerung von 6,7 Prozent zu verzeichnen.

Der Gaspreis stieg im Jahresvergleich um 3,3 Prozent und war im Monatsabstand stabil. Der Preis für Fernwärme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,8 Prozent und lag damit um 0,6 Prozent über dem Niveau des Vormonats.

Der Rohölpreis, der im November 2006 wieder leicht angezogen hat, lag bei durchschnittlich 58,9 Dollar (44,7 Euro) pro Barrel. Wesentliche Einflussparameter auf den Ölpreis waren in den vergangenen Wochen unter anderem der Nachfrageanstieg nach Heizöl in Nordamerika und die restriktivere Ölförderpolitik der OPEC, so die Energieagentur.

(apa/red)

22.12.2006 12:31