Nach Aus des Bratislava-Deals: So will der Flughafen Wien-Schwechat allein abheben
- Mit Expansions-Plan abtrünnigem Partner einheizen
- Kaufmann zu NEWS: "Qualitativ unter Top-3-Airports"
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Vorstand prüft rechtliche Schritte gegen Slowakei
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Neues Bonusprogramm mit Fly Niki und Air Berlin
·Air Berlin kauft Konkurrenten dba
Fluglinie will mit Über- nahme Wachstum sichern

Die mehrheitliche Übernahme des Flughafens Bratislava durch den Flughafen Wien wurde buchstäblich in letzter Sekunde von der neuen slowakischen Regierung vereitelt. Der Boss des börsennotierten Flughafens Wien, Herbert Kaufmann, lässt sich jedoch nicht viel Zeit, die vertane Chance zu bedauern. Vielmehr konzentriert er sich nun auf den Ausbau des Wiener Flughafens. Im NEWS-Exklusivgespräch verrät der Airport-Chef seine neue Solo-Strategie, mit der er zum Höhenflug ansetzt.
"Unser Ziel ist es, künftig qualitativ unter den Top-3-Airports zu rangieren", so Kaufmann (siehe rechts). Die jüngst veröffentlichten Halbjahreszahlen zeigen, dass die Rechnung in puncto Wachstum aufgeht. Mit mehr als acht Prozent Passagierwachstum liegt der Flughafen Wien weit über dem europäischen Durchschnitt. Heuer werden knapp 17 Millionen Passagiere den Wiener Airport frequentieren. Geht Kaufmanns Plan auf, könnten es im Jahr 2010 bereits 22 Millionen sein.
Die neue Strategie des Flughafens lautet kurz gefasst Ausbau total. Rund eine Milliarde Euro werden dafür von 2004 bis 2009 investiert. Der zentrale Kern ist der neue Terminal "Skylink", der im Oktober 2008 eröffnet wird. Alleine diese Erweiterung, die eine Fläche von 150.000 Quadratmetern umfasst, kostet rund 400 Millionen Euro. "Unser neues Airport-Konzept ist international wegweisend. Beispielsweise werden Inlandsflüge (Schengengrenze) und internationale Flüge einfach auf verschiedenen Ebenen abgefertigt. Das bringt den Passagieren Zeitersparnis beim Umsteigen und mehr Komfort", erklärt Kaufmann.
Gestronomie- und Geschäftsfläche wird verdoppelt
Die Zeit können die Passagiere zum Shoppen oder zur Stärkung nützen. Denn die Flächen für Gastronomie und Geschäfte werden mit dem Skylink auf rund 20.000 Quadratmeter verdoppelt. Das bedeutet mehr Flugerlebnis für die Passagiere und deutlich mehr Einnahmen für den Flughafen. Zudem sollen 112 neue Check-in-Schalter die Wartezeit verkürzen. Der Skylink ist architektonisch so designt, dass eine Erweiterung der Kapazitäten problemlos möglich ist. Die Pläne dafür existieren bereits (siehe links).
Neue Airlines für Wien
Parallel dazu soll das Angebot an Flugreisen von Wien aus deutlich verstärkt werden. Hinter den Kulissen verhandelt der Airport-Boss bereits mit neuen Fluglinien. "Ich bin zuversichtlich, dass es bald neue, attraktive Angebote geben wird", lässt sich Kaufmann ein wenig in die Karten blicken. Konkret will er neue Billig-Airlines nach Wien holen und dabei auch den Flughafen Bratislava ausstechen. Ryanair befindet sich nicht unter den Kandidaten, dafür andere klingende Namen. Airlines, die bereits in Wien angedockt haben, werden zudem ihr Angebot ausbauen. Ab Oktober 2008 stellt der Flughafen 51 neue Gates zur Verfügung.
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