Lebensmittelhandel weiter im Aufwind: Boom mit Computern und Freizeitprodukten
- Diskonter springen zunehmend auf den Bio-Zug auf
- Marktführer Rewe und Spar bauen Dominanz aus
Der österreichische Lebensmitteleinzelhandel hat sich mit einem nominellen Umsatzplus von 2,4 Prozent auf gut 15 Mrd. Euro im Jahr 2005 als weiter stabil erwiesen. Die Umsatzsteigerungen seien hauptsächlich auf Flächenerweiterungen und verstärkte Angebote vor allem von Diskontern im Non-Food-Bereich - etwa Computer oder Freizeitprodukte - zurückzuführen, geht aus einer RegioPlan-Studie hervor.
Angesichts eines Trends zu Wellness und Gesundheit erfreuen sich "Bio-Produkte" bei den Verbrauchern immer größerer Beliebtheit, die Marktteilnehmer bauen sukzessive ihre Bio-Sortimente aus. Während große Handelsketten seit Jahren mit eigenen Bio-Marken erfolgreich sind, springen nun auch Diskonter zunehmend auf den Bio-Zug auf. Und immer mehr drängen eigene Bio-Supermarktketten nach Österreich.
Die Diskonter konnten ihren Umsatzanteil gegenüber dem Jahr 2004 um knapp zwei Prozent ausbauen. Hofer, Penny & Co punkten dabei vor allem mit Angeboten im Non-Food-Bereich, etwa mit Unterhaltungselektronik oder Freizeitbekleidung. Dank dieser Angebote erwirtschafteten die Diskonter ein Umsatzplus von knapp elf Prozent.
In Österreich bauten die Marktführer Rewe (Billa, Merkur, Penny, Emma und Bipa) und Spar ihre Dominanz weiter aus, zusammen beherrschen sie 57 Prozent des Marktes, knapp gefolgt von Hofer. Beim Umsatz pro Quadratmeter - durchschnittlich 5.000 Euro jährlich - liegt Hofer klar in Führung.
Die Zahl der Verkaufsstellen war 2005 erstmals seit Jahren nicht mehr rückläufig, 6.228 Geschäfte bedeuten ein Plus von 1,7 Prozent. Ursache dafür: Der Schließung von Klein- und Kleinstfilialen stehen nun wieder mehr Eröffnungen, vor allem im Diskont- und im Bio-Segment gegenüber.
(apa)

