Überraschende Ankündigung: Haberzettl
wird nicht den Vorsitz von Vida übernehmen
- Eisenbahner will sich für Sektion Verkehr bewerben
- Gewerkschafter könnte für Nationalrat kandidieren
Eisenbahner-Chef Wilhelm Haberzettl wird überraschender Weise nicht den Vorsitz in der Fusionsgewerkschaft Vida übernehmen. In der "Wiener Zeitung" kündigt er an, sich beim Zusammenschluss von Eisenbahnern, Tourismus und Handel-Transport- Verkehr Anfang Dezember nur um die Leitung der darunter liegenden Sektion Verkehr zu bewerben.
Damit stünde es dem Vorsitzenden der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter frei, für die SPÖ um ein Mandat im Nationalrat zu kandidieren. Denn nur die Vorsitzenden der Teilgewerkschaften sind laut SPÖ-Präsidiumsbeschluss von einem Parlamentssitz ausgeschlossen.
Ob Haberzettl nun auf die Bundesliste kommt, lässt er selbst offen: "Das müssen wir intern noch klären, ob es notwendig ist, dass der FSG-Chef im Nationalrat sitzt." Entsprechende Besprechungen sind mit dem FSG-Präsidium und SPÖ-Chef Gusenbauer geplant.
ÖGB-Präsident will Haberzettl übrigens nicht werden, da dies nicht in seine Lebensplanung passe. Der Eisenbahner-Chef geht sichtlich davon aus, dass der geschäftsführende Vorsitzende Hundstorfer den Posten auch dauerhaft bekleiden wird: "Ich gehe davon aus, dass die Seele der Österreicher nicht sehr veränderungsbedürftig ist. Wenn Hundstorfer im Jänner antritt, wird er auch gewählt werden."
Nach dem erstaunlichen Verzicht Haberzettls auf die Führungsrolle in der Vida kommen vermutlich nur noch die beiden anderen Vorsitzenden Willibald Steinkellner (HTV) und Rudolf Kaske (Tourismus) für die Chefrolle in Frage. Letzterer war für die APA am Mittwochabend nicht erreichbar. (apa/red)

