Donnerstag, 31. August 2006

Schwarzer Tag für Österreichs Tennis: Nach
Melzer, Koubek & Marach auch Bammer out

  • US-Open: Grand-Slam-Negativserie prolongiert
  • Bammer scheitert in zweiter Runde an Santangelo

Österreichs Tennis ist bei den US Open 2006 in den Einzelbewerben nicht mehr vertreten. Nach dem "Salto nullo" der ÖTV-Herren in Runde eins war für Sybille Bammer am Donnerstag in New York in der zweiten Runde nichts zu holen. Die 26-jährige Oberösterreicherin musste sich der Italienerin Mara Santangelo nach nur 63 Minuten glatt mit 3:6,1:6 geschlagen geben.

Bammer war gegen die um ein Jahr jüngere Italienerin, die als 37. im Ranking 11 Plätze vor der Ottensheimerin liegt, von Beginn an ohne Chance. Ein Zu-Null-Break zum 3:1 war schon die Vorentscheidung in Satz 1 und Bammer konnte danach auch taktisch nichts mehr zusetzen. Santangelo kontrollierte mit krachenden Grundlinienschlägen das Spiel, Bammer konnte zumeist nur reagieren.

"Ich habe heute einfach nicht den Touch gehabt und habe gedacht, ich habe einen Holzschläger in der Hand", gestand Bammer, die deshalb ihre Taktik auch nicht ändern konnte. Zudem traf Santangelo immer wieder auch die Linien, was Sybille aber keinesfalls ärgerte. "Die Linie gehört eben auch noch zum Platz", meinte Österreichs Nummer eins, die auch eine der wenigen Mütter auf der WTA-Tour ist. Tochter Tina beobachtete ihre Mutter auch am Donnerstag wieder, doch diesmal sah sie eine wenig zufriedene Mama.

Santangelo hat vor kurzem auch Martina Hingis in Montreal fordern können und sich nur 5:7,6:7 beugen müssen. "Sie hat heute sehr gut gespielt und man hat zuletzt bei den Turnieren auch gesehen, dass sie gut in Form ist", meinte Bammer, die der Italienerin auch in Montreal (allerdings in drei Sets) unterlegen war. Santangelo glich damit im Head-to-Head mit der Österreicherin auf 3:3 aus.

Für Bammer, die später auch noch im Doppel an der Seite von Julia Schruff (GER) im Einsatz war, haben sich die US Open dennoch ausgezahlt. Immerhin war sie in Flushing Meadows zuvor nie in eine 2. Runde gekommen. Das erhoffte Drittrunden-Duell mit der Weltranglisten-Ersten Amelie Mauresmo fiel aber ins Wasser.

Die Linkshänderin reist nach sieben Wochen in Übersee zurück in die Heimat, nächster Turniereinsatz ist Porto Roz (ab 18.9.). Danach spielt sie Luxemburg, Stuttgart (Qualifikation), Bangkok, Linz und Hasselt (BEL).

Nach dem Aus von Jürgen Melzer, Oliver Marach und Stefan Koubek in Runde eins ist Rot-weiß-rot nur noch in den Doppelbewerben vertreten. Marach, mit Cyril Suk (CZE) als Nummer 15 gesetzt, verabschiedete sich auch da bereits in Runde eins.


(apa/red)

31.8.2006 21:12