Hauptrunde des UEFA-Cups verpasst: Ried fliegt nach 0:1 gegen Sion aus Quali raus
- Ex-Rieder Kuljic mit Goldtor aus Elfer nach 35 Minuten
- Österreicher könnten Rückstand nicht mehr aufholen
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Die SV Ried hat mit einem 0:1 (0:1) gegen den FC Sion in der zweiten UEFA-Cup-Qualifikationsrunde die "schwarze Serie" für Österreichs Europacup-Starter verlängert. Die Oberösterreicher waren den Schweizern über lange Zeit ebenbürtig, liefen sich aber immer wieder in der Abwehr fest. Siegestorschütze für Sion war mit Sanel Kuljic ein Ex-Rieder, der ÖFB-Teamstürmer erzielte aus einem Elfmeter in der 35. Minute das Goldtor für Sion.
Nach den 0:3-Niederlagen von Austria Magna und Red Bull Salzburg war somit auch dem Bundesliga-Schlusslicht kein Torerfolg gegönnt. Bis zum vermeidbaren Gegentreffer waren die Rieder das gefährlichere Team, mit der Führung im Rücken ließen sich die Schweizer den Erfolg jedoch nicht mehr nehmen.
In einem mit 7.500 Zuschauern mäßig gefüllten "Stade de Praille" in Genf zeigten beide Teams von der ersten Minute an ein schnelles Spiel mit direktem Zug zum Tor. Der Schweizer Tabellenzweite versuchte, die Rieder Viererkette über die schnellen Flügelspieler Reset und Regazzoni aufzureißen. ÖFB-Teamstürmer Sanel Kuljic, der trotz einer Knieverletzung einlief, lauerte an vorderster Front.
Ried präsentierte sich eine halbe Stunde lang als besseres Team. Nach dem ersten Warnschuss durch Sulimani (6.) übernahm Drechsel in der 16. Minute eine weite Martinez-Flanke volley, traf jedoch aus spitzem Winkel nur die Stange. Vier Minuten später scheiterte Eder mit einem Distanzschuss an Sion-Torhüter Vailati.
Wie schon im Hinspiel vergaben die Innviertler ihre Möglichkeiten - und wurden dafür bestraft. Der statt des gesperrten Jank aufgebotene Mehlem ließ gegen Fernandes das Bein stehen, Schiedsrichter Svendsen (DEN) pfiff sofort Elfmeter (31.). Dieser war doppelt bitter, Torhüter Hans-Peter Berger (Bluterguss im Oberschenkel) stieß mit Fernandes zusammen und musste gegen Gebauer ausgetauscht werden. Gegen den Deutschen verwertete der Ex-Rieder Kuljic den Strafstoß zum 1:0 für die Schweizer sicher (35.).
Für die Oberösterreicher war der Gegentreffer eine kalte Dusche, gegen die verunsicherten Rieder traf Sion-Verteidiger Pinto nach einem Freistoß per Kopf die Stange (40.). Zusätzlich haderte die SV mit dem Schiedsrichter, der nach einem Hands von Mijadinoski keinen Elfmeter gab (42.).
Nach der Pause kam Ried wieder besser ins Spiel, ohne allerdings wirklich Gefahr zu erzeugen. Sion-Trainer Nestor Clausen stellte das Spiel komplett auf eine Konter-Taktik um, Chancen blieben Mangelware. Nach einer Unsicherheit von Vailati bei einem Rieder Schuss war kein Abstauber zur Stelle. Zu oft rannten sich die Gäste in der nun dicht gestaffelten Verteidigung fest, ein Torjäger wie Kuljic wurde schmerzlich vermisst.
(apa/red)
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