Donnerstag, 24. August 2006

Katastrophale Woche für Österreich: Auch Mattersburg schafft UEFA-Cup-Quali nicht

  • 0:1: Burgenländer mit mieser Leistung gegen Wisla
  • Rot: Mörz und Fuchs in Schlussphase ausgeschlossen

Das erste Europacup-Duell des SV Mattersburg hat am Donnerstag kein erfolgreiches Ende gefunden. Die Burgenländer verloren das Zweitrunden-Rückspiel der UEFA-Cup-Qualifikation bei Wisla Krakau nach enttäuschender Leistung mit 0:1 (0:1) und verpassten nach dem 1:1 im Heimspiel den Einzug in die erste Hauptrunde. Für die klar besseren Polen erzielte Piotr Brozek (23.) das einzige Tor des Abends.

14.000 Zuschauer im Wisla-Stadion von Krakau sahen eine zerfahrene und von zahlreichen Fouls geprägte Anfangsviertelstunde. Die Gastgeber starteten verhalten in die Partie, lediglich Stürmer Piotr Brozek (9.), der so wie Teamspieler Sobolewski und Verteidiger Glowacki im Hinspiel verletzungsbedingt gefehlt hatte, ließ mit einem verzogenen Schuss aus spitzem Winkel seine Gefährlichkeit erstmals aufblitzen.

Dann nahm Wisla, seit 69 (!) Liga-Heimspielen ungeschlagen, allerdings das Heft in die Hand, sorgte mit Mijailovic und Brozek vor allem über die linke Seite immer wieder für Gefahr. Bei Schüssen von Mijailovic (20.) und Zienczuk (21.) war SVM-Keeper Borenitsch jeweils auf dem Posten, in der 23. Minute musste er aber hinter sich greifen. Zienczuk hatte Brozek, dessen Bewacher Pauschenwein zu weit weg war, mit einem Pass in den Strafraum ideal in Szene gesetzt und dieser bezwang den herauseilenden Borenitsch aus halblinker Position zum 1:0.

Die Führung der Polen war durchaus verdient. Die Mattersburger, die entgegen der Ankündigung von Trainer Franz Lederer mit einem Zwei-Mann-Sturm agierten, hatten große Probleme im Spielaufbau, leisteten sich zu viele Fehlpässe und verloren den Großteil der Zweikämpfe. Dennoch fanden die Burgenländer nur eine Minute nach dem Gegentreffer eine hundertprozentige Chance auf den Ausgleich vor, der völlig freistehende Sedloski (24.) setzte einen Kopfball nach Freistoß von Kühbauer aber knapp über das Tor.

Die SVM-Angreifer Naumoski und Hanikel waren in der gut stehenden Wisla-Abwehr völlig abgemeldet, weitere Offensiv-Akzente der Gäste, in deren Reihen einige Akteure Europacup-Reife vermissen ließen, blieben aus. Denn auch nach dem Seitenwechsel hatte Wisla das Spiel zu jeder Zeit unter Kontrolle, bei einem zu Unrecht wegen Abseits aberkannten Tor des eingewechselten Paulista (61.) Pech.

Auch bei einem Zweikampf zwischen Pauschenwein und dem eingewechselten Pawel Brozek (75.), Zwillingsbruder des Torschützen, haderten die Gastgeber mit dem Schiedsrichter, der ihnen einen Elfmeter verweigerte. Der SVM hatte in der Schlussphase nichts mehr zuzusetzen, fiel nur noch durch zwei Ausschlüsse auf. Mörz (86.) flog mit Gelb-Rot vom Platz, Fuchs sah nach dem Schlusspfiff die Rote Karte.
(apa/red)

24.8.2006 22:37