Salzburgs Bullen eilen Konkurrenz davon: Nach 4:0 vs Tirol bereits 6 Punkte Vorsprung
- Zweimal Jezek, Kovac und Tiffert erzielen die Tore
- Nullnummer bei Grazer Derby zwischen GAK & Sturm
·0:1 - Zellhofers Tage bei Rapid sind vorbei
Gegentor in letzter Minute
nach Patzer von Payer
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17. Bundesliga-Runde
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Red Bull Salzburg baut in der siebten Bundesliga-Runde den Vorsprung auf die Konkurrenz weiter aus. Im West-Derby besiegt der Tabellenführer Verfolger Wacker Tirol ungefährdet mit 4:0. So souverän wie Salzburg, so tief steckt Rapid in der Krise. Das 0:1 in Pasching nach einem Fehler von Goalie Payer macht den Trainer-Stuhl von Coach Georg Zellhofer nicht wirklich sicherer. Das Grazer Derby zwischen GAK und Sturm endet mit einem torlosen Remis.
Die Salzburger setzten sich im traditionellen Westderby dank Toren des überragenden Patrik Jezek (56., 79.) sowie Niko Kovac (67.) und Christian Tiffert (74.) klar mit 4:0 (0:0) durch. Wacker fiel durch die zweite Niederlage in Folge nach jener gegen den GAK (1:2) auf Tabellenplatz vier zurück.
Salzburg ohne Österreicher
Salzburg-Cheftrainer Giovanni Trapattoni hatte ohne Österreicher begonnen und setzte im Gegensatz zur Champions-League-Qualifikation in Valencia (0:3) in der Offensive auf Regisseur Janocko, Sturmtank Lokvenc und auf der linken Seite zurecht auf Wirbelwind Jezek. Salzburg hatte zwar bereits in der ersten Spielhälfte über weite Strecken den Ton angegeben, für den ersten Treffer war allerdings eine brillante Einzelaktion des Tschechen vonnöten.
Der Ex-Tiroler traf per Außenrist, nachdem er die davor noch sehr solide Tiroler Abwehr ausgetanzt hatte. Kovac sorgte mit seinem Premierentor für die "Bullen" für die Entscheidung. Der kroatische Teamkapitän traf von knapp außerhalb des Strafraums. Danach spielte sich Salzburg in einen wahren Spielrausch, kam durch einen Tiffert-Kopfball nach Maßflanke von Bodnar und einen perfekten Freistoß von Jezek zum verdienten 4:0-Erfolg. Wacker-Schlussmann Pavlovic hatte noch einen ausgezeichneten Tiffert-Schuss abzuwehren (70.).
Salzburg bei Standardsituationen gefährlich
Vor der Pause war der Favorit lediglich aus Standardsituationen und bei Weitschüssen brandgefährlich gewesen. Erst verfehlte Kovac nach Janocko-Flanke per Kopf (16.), im Anschluss klärte Tirol-Routinier Brzeczek Kopfbälle von Lokvenc (20.) und Dudic (27.) jeweils auf der Linie. Schüsse von Janocko (34.) und Jezek (35.) bändigte Pavlovic ebenso sicher wie eine Direktabnahme von Carboni (43.). Der Argentinier hatte zuvor bereits per abgefälschtem Schuss nur knapp das linke Eck verfehlt.
Die Tiroler sorgten zumindest vor Seitenwechsel dafür, dass sich das Spiel den Ausdruck "Spitzenspiel" auch verdiente, und versteckten sich keineswegs. Die besten Gelegenheiten vergab Andreas Hölzl. Erst schoss der Jung-Teamspieler etwas voreilig über das Tor (40.), im Anschluss knapp am langen Eck vorbei (42.). Wacker-Kapitän Ferdinand Feldhofer hatte zwischenzeitlich zudem den Ausgleich auf dem Kopf, scheiterte aber aus sieben Metern (65.).
Danach hatten die Innsbrucker auf dem Salzburger Kunstrasen allerdings nichts mehr zu bestellen und warten damit weiterhin seit mehr als fünf Jahren auf einen Pflichtspielsieg in Salzburg. Zuletzt hatten sich die Innsbrucker am 1. April 2001 mit 1:0 durchgesetzt. In der vergangenen Saison hatten sich in allen vier direkten Duellen jeweils die Heimteams durchgesetzt. Dieses Westderby war allerdings erstmals in der gesamten Bundesliga-Geschichte gleichbedeutend mit dem Duell des Tabellenersten gegen den Zweiten.
Flotte Nullnummer im Derby GAK - Sturm
Das 127. Grazer Fußball-Derby zwischen dem GAK und Sturm endete wie 40 vorher. Mit einem Remis, das sogar als Null-Nummer in die Annalen einging. Auch wenn zwingende Chancen an diesem Abend Seltenheitswert hatten, langweilig wurde es den 13.878 Zuschauern in der UPC-Arena dennoch nicht. Denn beide Mannschaften waren in ihrem ersten von insgesamt vier Prestigekämpfen in dieser Saison mit großem Engagement bei der Sache und lieferten einander eine abwechslungsreiche Partie mit einem gerechten Ergebnis.
Damit überholten die Athletiker die in Salzburg chancenlosen Tiroler, blieben aber Dritte, da Pasching dank des späten Treffers von Baur gegen Rapid diesen Platz eroberte. Der Rückstand auf die Roten Bullen wuchs allerdings nach sieben Runden auf sechs Punkte an. Die "Blackies" ihrerseits haben mit drei Siegen ebenso viele wie der Lokalrivale erkämpft, allerdings auch einmal öfter verloren und obendrein das Handicap von minus drei Zählern zum Meisterschaftsauftakt zu tragen, sind daher im Moment nur Siebente.
GAK mit erster Chance
Die erste Möglichkeit hatten die Rotjacken, als Djokic nach Lochpass von Junuzovic allein vor Szamotulski auftauchte, dieser aber Sieger blieb (16.). Dann war zwei Mal Sturm am Zug, Rabihou köpfelte über das Tor (18.), dann wurde Krammer nach Idealpass von Leitgeb von Kujabi im letzten Moment gestoppt (21.). Die 29. Minute brachte zwei Mal den GAK in gefährliche Schussposition, doch Szamotulski wehrte beide Schüsse (Djokic und Muratovic) zur Ecke ab.
Der Sturm-Torhüter blieb auch in der 46. Minute gegen No, der für Schenk (dieser wie auch Djokic waren doch einigermaßen fit geworden) eingewechselt worden war, Sieger. Ein Zweikampf Verlaat-Muratovic (53.) wurde zu Recht nicht als elfmeterreif für den GAK gewertet. Die Freistoß-Fernbombe von Djokic flog leicht abgefälscht am Sturm-Tor vorbei (55.). Ertl köpfelte in der 66. Minute über das GAK-Tor und Szamotulski war in der 82. Minute nicht zu bezwingen. Und das torlose Remis das logische Ergebnis. Damit blieb der GAK mit 45 Siegen gegen 41 (Remis 41) in den Derby-Duellen voran und hat auch seit seinem Wiederaufstieg 1995 mit 17-15-13 in 45 Begegnungen die Nase voran.
(apa/red)
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