Austria trennt sich mit Remis von Ried: Meister wartet weiter auf ersten Saisonsieg
- Aigner & Martinez treffen im Kellerderby der 7. Runde
- Schützenfest: Mattersburg gegen Altach endet 6:3!
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Das Warten von Meister Austria Wien auf den ersten Saisonerfolg geht weiter. Auch in der 7. Runde der T-Mobile-Bundesliga klappte es nicht, im Kellerderby Vorletzter gegen Letzter gab es vor den Augen von Mäzen Frank Stronach gegen SV Ried nur ein 1:1 (1:0)-Remis, für die Treffer sorgten Aigner (11.) und Martinez (83.).
Damit klappte es auch im neunten Pflichtspiel (Meisterschaft und Champions-League-Quali) nicht mit dem vollen Erfolgserlebnis, es stehen nun sechs Remis und drei Niederlagen zu Buche. Die Austria ist weiter der einzige sieglose Verein der Liga.
Dank des zweiten Saisontreffers von Aigner (11.) waren die punkto Kampf- und Teamgeist vor allem vor der Pause stark verbesserten Austrianer lange in der Erfolgsspur. Der erste Rieder Treffer im Horr-Stadion seit 1. August 2001 durch Martunez (83.) versetzte den Austrianern, die nach der Pause zu wenig fürs Spiel taten, aber den späten Schock.
Im Falle einer Niederlage wären die Austrianer sogar neue Träger der "Roten Laterne" gewesen. Punktgleich mit Schlusslicht Ried (jeweils 5) liegt die Austria weiter nur auf Rang neun. In nunmehr 19 Heimspielen gegen Ried hat die Austria 14 Siege, vier Remis und eine Niederlage (0:2 am 14. August 1999) vorzuweisen.
Die Antwort von Schinkels auf das 0:3 in Lissabon sah so aus: statt Ceh, Mila, Papac (alle drei nicht im Kader) und Hill spielten Schicker, Aigner, Lasnik und Kiesenebner von Beginn an. In der Startelf befanden sich gleich sieben Österreicher (inklusive Safar), Neuzugang Mair saß zunächst auf der Ersatzbank und wurde in der 61. Minute eingewechselt. Die 4.600 Fans wurden Zeugen der gewünschten Reaktion, denn die Austria begann sehr stark und mit viel mehr Feuer, Bewegung und Kampfgeist als zuletzt.
Der bemühte, aber im Abschluss derzeit glücklose Wallner krachte aus 20 Metern an die Latte, Aigner reagierte schneller als Berger-Ersatzmann Gebauer und rollte den Abstauber ins rechte Eck - 1:0 (11.). Für Goalie Gebauer war es übrigens wie für Ried-Neuzugang Rzasa das erste Bundesliga-Match. In der Folge sorgten aber auch die bemühten Rieder dafür, dass es ein abwechslungsreiches Match wurde.
Martinez (28./von Tokic gestoppt) und Brunmayr (28./schoss alleine vor Safar daneben) fanden dicke Chancen aufs 1:1 vor, auf der anderen Seite vergaben u.a. Wallner (34./Kopfball drüber), Kiesenebner (37./toller Sololauf im letzten Moment von Glasner gebremst) und Lasnik (44./Gebauer-Parade) eine höhere Pausenführung.
Nach dem Wechsel schlief die Partie ein. Wenn es brenzlig wurde, dann zeichneten sich zunächst die Schlussmänner Safar und Gebauer aus. Der Austria-Goalie blieb Sieger gegen Brunmayr (50.), Seo (77.) und Martinez (81.), der Ried-Schlussmann gegen Wallner (58., 60.). Wie aus dem Nichts fiel dann in der Schlussphase der Ausgleich. Zum Schock von Schinkels und Co. spitzelte Joker Kastner den Ball am herauseilenden Safar vorbei zur Mitte und Martinez vollendete ins leere Tor (83.). Den Matchball für die Veilchen vergab Wallner in der 92. Minute.
Schützenfest im Pappelstadion
Der SV Mattersburg hat in der 7. Runde den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz geschafft. Die Burgenländer setzten sich in einem sensationellen Torfestival gegen Aufsteiger Altach verdient 6:3 (1:1) durch. Neun Treffer in einer Partie bedeuteten bisherigen Saison-Rekord, allein von Minute 53 bis 92 "klingelte" es im Pappelstadion gleich sieben Mal!
In der heimischen Liga fielen damit erstmals seit 22. August 2004 wieder neun Tore in einem Match, damals hatte die Austria in Bregenz 9:0 triumphiert. Die 7.500 Fans bekamen Treffer durch Wagner (55., 82.), Sedloski (43.), Atan (53.), Fuchs (63.), Mörz (92.) bzw. Chinchilla-Varga (15.), Leonardo (59.) und Ledezma (71.) zu sehen. Mattersburg liegt nun vier Punkte hinter Salzburg auf Rang zwei, die Altacher (vor dem Abendspiel Austria - Ried Achter) mussten sich nach zwei Siegen in Folge wieder geschlagen geben.
Drei Tage nach dem UEFA-Cup-Out gegen Wisla Krakau startete Mattersburg überfallartig. Schon nach 17 Sekunden sorgte Mörz für die erste Krassnitzer-Parade. In ähnlicher Tonart ging es weiter. Mit der ersten gelungenen Offensivaktion stellte aber Altach den Spielverlauf auf den Kopf: Nach einem Leonardo-Volley gab es Eckball, diesen trat von rechts Schoppitsch und in der Mitte nickte Neuzugang Chinchilla-Vargas per Kopf ein.
Die Vorarlberger hatten danach mit ihrem Paradesturm Leonardo/Ledezma mehr Platz zum Kontern, das Geschehen diktierten aber weiter die Burgenländer, bei denen vor allem Flügelflitzer Fuchs herausstach. Das 1:1 kurz vor der Pause war der verdiente Lohn: Bei einem eigentlich verunglückten Ratajczyk-Schuss hielt Sedloski den Fuß hin und fälschte den Ball damit unhaltbar ins linke Eck ab (43.).
Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag - innerhalb von nur 39 Minuten fielen gleich sieben Treffer. Zunächst stellte Atan auf 2:1, der 21-Jährige traf nach Traumpass von Kühbauer zwischen die Beine von Krassnitzer (53.). Wagner machte nur zwei Minuten später nach Fuchs-Stanglpass den SVM-Doppelpack perfekt - 3:1 (55.).
Damit schien die Gegenwehr der Gäste gebrochen, doch das 2:3 durch einen Leonardo-Kopfball nach Vorlage von Schoppitsch und Schmid brachte schnell wieder Spannung ins Spiel (59.). Der offene Schlagabtausch war damit noch lange nicht zu Ende: Zunächst vernaschte Fuchs auf der linken Seite Guem und Schnellrieder und schoss aus spitzen Winkel sehenswert zum 4:2 ins Kreuzeck ein (63.), für die obligatorische rasche Antwort sorgten die Altacher durch einen spektakulären Seitfallzieher von Ledezma zentral unter die Latte (71.).
Das 5:3 erzielte dann Wagner, er lief von der völlig aufgelösten Altach-Abwehr vernachlässigt Richtung Tor, umkurvte Goalie Krassnitzer und schoss ein (82.). Den Schlusspunkt eines unglaublichen Fußball-Nachmittags setzte Mörz, er schloss eine schöne Kombination über Kühbauer und Atan ins leere Tor ab (92.).
(apa/red)
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