Mittwoch, 23. August 2006

Verwirrung in rot: Laut GAK ist Marketing-Vertrag mit IMG "uneingeschränkt aufrecht"

  • Aber Selbstvermarktung als "Schadensminimierung"

Verwirrung in rot: Der GAK hat betont, dass der Agenturvertrag mit der Sportvermarktungs-Agentur International Management Group (IMG) weiterhin bestehe. "Zwischen dem Liebherr GAK und der International Management Group GmbH wurde mit 15.04.2005 ein Agenturvertrag abgeschlossen. Dieser Vertrag und die in diesem Vertrag von IMG übernommenen Verpflichtungen sind uneingeschränkt aufrecht", hieß es in einer Pressemitteilung der Grazer. Die IMG selbst hatte zuvor den Ausstieg aus dem Kontrakt mit dem GAK bekannt gegeben.

"IMG ist zur Vertragsauflösung nicht berechtigt. Der Auflösungserklärung von IMG kommt keine Wirkung zu", lautete dazu der Kommentar von GAK-Präsident Stephan Sticher. "Sollte IMG seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen, wird der GAK die daraus entstehenden Nachteile umfassend gegen IMG geltend machen."

Laut dem Klub-Präsidium habe sich IMG "schon in der Vergangenheit vertragswidrig verhalten. Auch diesbezüglich wird der GAK den entstandenen Schaden gegen IMG geltend machen." Den von IMG angekündigten rechtlichen Schritten sieht der heimische Fußball-Meister von 2004 gelassen entgegen. "Die angekündigten rechtlichen Schritte entbehren jeder Grundlage", betonten Sticher und sein Vizepräsident Manfred Rath, die ihrerseits ebenfalls bereits einen Rechtsanwalt in dieser Causa eingeschaltet haben.

Aus "Gründen der Schadensminimierung" übernehme der GAK aber die Vermarktung des Vereines mit sofortiger Wirkung selbst. IMG wollte vorerst unter Hinweis auf ein laufendes Verfahren nicht zu den Gründen, die zum Ausstieg aus dem Vertrag geführt haben, Stellung nehmen.

(apa/red)

23.8.2006 12:33