Zweiter Sieg in vier Tagen: GAK fügt Wacker
Tirol mit 2:1 die erste Saisonniederlage zu
- Djokic und sein Ersatzmann Hassler die Torschützen
- Grazer Klub schob sich damit auf dritten Platz vor
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Nun hat es auch den FC Wacker Tirol erwischt. Im Nachtragsspiel zur fünften Runde kassierten die Innsbrucker in Graz gegen den GAK mit 1:2 (0:1) ihre erste Saison-Niederlage. Nach drei Auswärtssiegen und zwei Heim-Remis. Damit sind nach sechs Runden nur noch die Champions League-Zuschauer aus Salzburg ungeschlagen, die mit 14 Punkten drei vor den Tirolern und vier vor den Grazer Rotjacken liegt, die mit ihrem dritten vollen Erfolg den punktgleichen SV Mattersburg dank der besseren Tordifferenz überholten.
Die Sieger-Treffer gingen aufs Konto von zwei Stürmern: Rade Djokic, der schon beim eindrucksvollen 4:1 im St. Hanappi gegen Rapid zwei Mal getroffen hatte, schoss vor der Pause das 1:0, sein Ersatzmann Dominic Hassler köpfelte nach Seitenwechsel das 2:0. Der Bosnier schloss eine sehenswerte Kombination über Schenk und Junuzovic spektakulär mit seinem starken linken Fuß ab, als er den Ball nach einem scharfen Stanglpass des ÖFB-Teamspielers direkt in der 32. Minute unter die Latte donnerte.
Sechs Minuten später musste Djokic auf Grund einer Verletzung im linken Knie allerdings verletzt vom Feld, für ihn kam Hassler. Seine große Szene kam in der 66. Minute, als er sich nach einer weiten Flanke von Amerhauser im Duell mit Feldhofer durchsetzte und aus schrägem Winkel in die lange Ecke köpfelte. Es war sein erstes Saisontor und das insgesamt 15. in der Bundesliga.
Den bis zur letzten Minute auf eine Resultatsverbesserung drängenden Tirolern glückte erst in der 90. Minute durch einen Kopfball von Gruber das Anschlusstor.
Das 1:0 fiel in der starken Phase der Gastgeber, von denen in der ersten halben Stunde in der Offensive nicht allzu viel zu sehen war. Da dominierten die Tiroler ohne allerdings sehr gefährlich zu sein. Erwähnenswert nur ein Kopfball von Masek (8.) und ein Stanglpass von Mimm, bei dem Standfest gerade noch vor Windisch rettete (14.).
Den ersten wirklichen Knaller setzte der GAK durch den jungen Schenk in der 30. Minute, der aus 18 Metern und halblinker Position einen Lattenpendler produzierte, gleich darauf prüfte Standfest von halbrechts Pavlovic. In der 37. Minute schien das 2:0 fällig. Zunächst setzte Amerhauser einen Freistoß an die rechte Stande, beim Nachschuss scheiterte Muratovic an Pavlovic, dann retteten Eder/Schrott gemeinsam gegen Schenk. Dem Freistoß war ein Foul von Eder an Schenk an der Strafraumgrenze vorausgegangen, wobei der Tiroler den Grazer als Fußabstreifer benützte, dafür aber nur gelb sah.
Nach der Pause verlegte sich der GAK (wie schon gegen Rapid) nur noch aufs Kontern, die Tiroler dominierten und kamen im Finish auch zu guten Chancen, die zunächst Mimm und Aganun nicht zu nützen vermochten, ehe Gruber in der 90. nach Flanke von Mimm und Kopfballvorlage von Aganun aus kurzer Distanz "Köpfchen" bewies.
Mit breiter Brust ins Derby
Nun gehen die Rotjacken auch mit stolz geschwellter Brust in das Grazer Derby am Samstag gegen den SK Sturm, der allerdings zuletzt mit dem 1:0 gegen Meister Austria ebenfalls ein Erfolgserlebnis verzeichnete. Auch die "Blackies" haben übrigens bisher drei Mal gewonnen, waren allerdings mit minus drei Punkten in die Meisterschaft gestartet und sind daher auch nur Achte, während der Lokalrivale nach sechs Runden auf den dritten Platz vorgestoßen ist.
"Das kann im Fußball in beiden Richtungen schnell gehen", weiß Lars Söndergaard, der nun wohl im Moment festgezurrt auf dem Trainerstuhl des GAK sitzt. "Hätten wir beispielsweise in Wien gegen Rapid verloren, dann hätten wir auch Schlusslicht sein können", meint der Däne realistisch. Er trainiert eine sehr junge Mannschaft, die am Mittwochabend insgesamt zehn Österreicher und damit sogar einen mehr als die Innsbrucker auf dem Spielfeld hatte. Nicht zuletzt allerdings auch durch etliche Ausfälle, wie u.a. im Angriff.
(apa/red)
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