Sonntag, 27. August 2006

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gönnt Schumacher keine Pension: "Er soll bleiben"

  • Brite glaubt an WM-Sieg des deutschen Ferrari-Fahrer

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat sich für eine Fortsetzung der Karriere von Michael Schumacher ausgesprochen und tippt auch im WM-Rennen mit dem amtierenden Titelträger Fernando Alonso auf den deutschen Ferrari-Piloten. "Es wäre besser, wenn er bleibt. Egal, ob er Weltmeister wird", sagte der Brite der "Welt am Sonntag". "Er sollte weiter fahren, er ist immer noch der Superstar. Er ist immer noch motiviert."

Laut Eccelstone sei Schumacher als Zugpferd des Sports immer noch "jeden Penny" wert. "Momentan deutet vieles darauf hin, dass er weiter macht", verriet der 75-jährige Brite. Schumacher will erst in zwei Wochen beim Grand Prix von Italien in Monza verkünden, ob er seine Karriere fortsetzt. "Es ist noch keine Entscheidung getroffen worden", versicherte der 37-jährige Rekordweltmeister vor dem Grand Prix der Türkei.

Als Ferrari-Neuzugang für die kommende Saison scheint Kimi Räikkönen fixiert. Gemeinsam mit Schumacher würde der Finne das stärkste Fahrerduo der Formel 1 bilden. "Ich bin für eine ausgewogene Verteilung der fahrerischen Schwergewichte", erklärte Ecclestone. "Aber darauf habe ich keinen Einfluss, wie einige Kollegen im Fahrerlager das vielleicht vermuten."

Im Verbot der Schwingungsdämpfer des Alonso-Teams Renault durch den Weltverband FIA sieht Ecclestone keine Bevorzugung des Konkurrenzteams Ferrari. "Wir wollen diese Technokratie eindämmen und die Rennwagen einfacher machen", kommentierte der Formel-1-Zampano.
(apa/red)

27.8.2006 17:36
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