Samstag, 26. August 2006

Ullrich akzeptierte Kündigung durch T-Mobile: Millionen-Abfindung damit dahin!

  • Bonner Staatsanwalt ermittelt gegen Ullrich

Der offenbar in den spanischen Doping-Skandal verstrickte Radprofi Jan Ullrich hat - nicht ganz freiwillig - die Kündigung durch das Team T-Mobile akzeptiert. Damit verzichtet der Deutsche nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" auf eine mögliche Abfindung in Millionenhöhe.

Schuld daran ist eine leichtfertige Äußerung seines Managers Wolfgang Strohband, der erklärt hatte, Ullrich werde für T-Mobile mit Sicherheit nie mehr in den Sattel steigen. Um seinen Anspruch zu wahren hätte sich Ullrich, der 2,5 Millionen Euro pro Jahr verdient hat, weiter für Einsätze anbieten müssen.

Laut dem Magazin "Focus" hat die Bonner Staatsanwaltschaft gegen Jan Ullrich sowie dessen sportlichen Betreuer Rudy Pevenage und den spanischen Radprofi Oscar Sevilla Ermittlungen eingeleitet. Oberstaatsanwalt Fred Apostel bestätigte ein Verfahren wegen des Verdachts auf Betrug zum Nachteil des Rennstalls T-Mobile.

Dies geht auf eine Anzeige der ehemaligen Leichtathletin Britta Bannenberg zurück. Die heutige Professorin für Strafrecht und Kriminologie hatte das Trio angezeigt, weil "der Sport in Deutschland sauber bleiben" müsse. Die Radsportler hätten ihr Team betrogen und damit Vertragsbruch begangen, begründete Bannenberg, die keinen der drei Angezeigten persönlich kennt, ihre Anzeige. (apa/red)

26.8.2006 12:05