Israelischer Vorstoß in den Gaza-Streifen: Palästinenser getötet, vier weitere verletzt
- Unter Verwundeten auch zwei Kameramänner
- Streitkräfte prüfen Angriff auf Pressefahrzeug

Bei einem israelischen Vorstoß in den Gaza-Streifen sind in der Nacht zum Sonntag ein Palästinenser getötet und vier weitere verletzt worden. Nach palästinensischen Augenzeugenberichten sind unter den Verwundeten ein Kameramann von Reuters TV und ein für einen Fernsehsender aus Dubai arbeitender Kameramann, außerdem eine Frau und ein Kind.
Das Auto sei von Raketensplittern getroffen worden. Ein israelisches Flugzeug habe zwei Geschosse auf eine Gruppe von Menschen abgefeuert und dabei auch das Autos der Kameraleute getroffen. In israelischen Medienberichten hieß es, der Wagen der Journalisten sei deutlich als Pressefahrzeug zu erkennen gewesen. Die israelischen Streitkräfte überprüfen den Vorfall.
Laut palästinensischen Sicherheitsbeamten rückten mehrere Tanks und gepanzerte Fahrzeuge in den Ostteil von Gaza-Stadt vor. Die Militäroperation sei von israelischen Hubschraubern und unbemannten Aufklärungsflugzeugen, so genannten Drohnen, unterstützt worden.
Zuvor hatten israelische Soldaten in Nablus im Westjordanland einen 16-jährigen Palästinenser getötet und fünf andere verletzt. Die israelischen Streitkräfte erklärten, der 16-Jährige habe am Samstag einen Sprengsatz auf die Soldaten geworfen. Palästinensische Augenzeugen berichteten nach israelischen Medienangaben, die Armee habe ein Gebäude in der Innenstadt von Nablus umstellt, in dem sich angeblich zwei gesuchte Extremisten aufgehalten haben sollen. Die Soldaten seien von Palästinensern mit Steinen beworfen worden.
Ferner hätten die israelische Soldaten in Rafah im südlichen Gazastreifen am Samstag vier Palästinenser festgenommen. Laut israelischem Militär waren darunter zwei Mitglieder der radikalislamischen Hamas-Organisation. (apa/red)
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