Israel gibt Fehler im Libanon-Krieg zu: Nicht
ausreichend auf Kampfeinsatz vorbereitet
- "Fehler und Mängel bei der Ausrüstung & Notlagern"
- Oppositionsführer Netanyahu fordert Untersuchung
·UN-Truppe bekommt ein "robustes Mandat"
Beirut: Gewaltanwendung
für Schutz von Zivilisten
·Stoppt Libanon seine Truppen-Verlegung?
Israelischer Militäreinsatz sorgt für neuen Wirbel
·UNO fordert mehr europäische Soldaten
Bisher 3.500 'Blauhelme' für Mission im Libanon
·'Wir schicken keine Truppen in Südlibanon'
Plassnik: Österreich nicht
an UNO-Mission beteiligt
·Libanon-Krieg: Hier können Sie spenden!
Hilfe für zivile Kriegs- Opfer und Flüchtlinge
·BILDER: Im Libanon kehrt Normalität ein!
KLICKEN: Zivilisten und Soldaten am Weg zurück
Die Führung der israelischen Armee hat Fehler im Libanon-Krieg eingeräumt. Der stellvertretende Generalstabschef Moshe Kaplinsky sagte im israelischen Parlament, die eingezogenen Reservisten seien nicht ausreichend auf den Kampfeinsatz vorbereitet worden, wie der Internetdienst "ynet" meldete. "Es gab Fehler und Mängel bei der Ausrüstung und in den Notlagern."
Es werde ein Trainingsprogramm eingeführt, um die Reservisten besser auf Einsätze vorzubereiten, kündigte der Befehlshaber des Libanon-Feldzugs bei einer Diskussion mit Vertretern der Reservisten in der Knesset an. Diese machten ihrem Ärger über zahlreiche Unzulänglichkeiten während des Krieges Luft. Angehörige beschwerten sich, dass sie keine Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit den Soldaten erhalten hätten. 46 Reservisten waren während des Krieges getötet worden, 233 weitere wurden verletzt.
Die innenpolitische Debatte über den von vielen Beobachtern als wenig geglückt angesehenen Libanon-Feldzug gewann indes weiter an Schärfe. Oppositionsführer Benjamin Netanyahu forderte die Regierung am Dienstagabend im Fernsehsender Channel 2 auf, eine Untersuchung einzuleiten. "Es muss eine Untersuchung geben. (...) Wir müssen vermeiden, dass es nächstes Mal zu einer hoffnungslosen Situation kommt."
"Es geht nicht darum, dass wir einen Schuldigen finden, sondern dass wir Lehren daraus ziehen. (...) Wenn wir keine Lehren ziehen, wird es nicht nur eine zweite Runde (der bewaffneten Auseinandersetzungen, Anm.) geben, sondern sie wird auch schlecht ausgehen", warnte der als Hardliner in der Nahost-Politik geltende Ex-Premier.
Netanyahu wollte seinen früheren Parteifreund Ministerpräsident Ehud Olmert - er hatte im vergangenen November unter Führung des damaligen Premiers Ariel Sharon den Likud-Block verlassen - auch auf Nachfrage nicht kritisieren. Der Likud-Chef äußerte aber die Überzeugung, dass die jetzige Regierungskoalition nicht die volle Legislaturperiode überstehen werde. Netanyahus Partei hatte bei der Parlamentswahl im März eine historische Niederlage erlitten und war nur auf dem vierten Platz gelandet. Die beiden Wahlsieger, Olmerts Kadima und die Arbeitspartei (Arbeiterpartei) des Gewerkschaftsführers Amir Peretz bildeten daraufhin eine Regierungskoalition.
(apa/red)
Syrien14:01
Annan trifft AssadUNO-Sondergesandter spricht mit dem Präsidenten. Auch Treffen mit Opposition.
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
