Atomprogramm: Iranischer Präsident weihte Schwerwasser-Anlage für AKW ein
- Richtet sich gegen kein Land, auch nicht gegen Israel
·Atomstreit: Tür für Iran ist weiter offen
Frankreich und Solana für Dialog mit Teheran
·Atomstreit: UNO weist
Irans Antwort zurück
Verhandlungsangebot laut Diplomaten zu vage
·Israel rechnet mit iranischem Angriff
Eskalation im Atomstreit mit Teheran befürchtet
·Iran setzt strittiges Atomprogramm fort
Ayatollah Khamenei will atomare "Früchte ernten"
Der Iran hat einen weiteren Schritt zum Ausbau seines umstrittenen Atomprogramms unternommen. Präsident Mahmud Ahmadinejad weihte in der Nähe von Arak, 230 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Teheran, eine Anlage zur Herstellung von so genanntem Schwerwasser ein. Schwerwasser wird als Kühl- und Bremsmittel in Schwerwasserreaktoren verwendet. Bei dieser Art von Reaktoren fällt Plutonium als Abfallprodukt an, das zum Bau von Atomwaffen verwendet werden kann.
In Arak existiert nach Angaben der Internationalen Atomenergie- Organisation IAEO (IAEA) bereits ein kleiner Schwerwasser-Forschungsreaktor, der am 22. April dieses Jahres inspiziert worden sei. Die IAEO stellte dabei Arbeiten zum Ausbau der Reaktoranlage fest. Dort soll ein großer Schwerwasser-Reaktor gebaut werden.
Ahmadinejad unterstrich noch einmal den friedlichen Charakter des iranischen Atomprogramms. Es sei gegen kein Land, auch nicht gegen Israel, gerichtet. Der Iran werde sein Atomprogramm trotz eines Ultimatums des Weltsicherheitsrates fortsetzen. Dieses Ultimatum verlangt die Aussetzung der Urananreicherung spätestens am 31. August.
Nach offiziellen iranischen Angaben dient die Anlage vor allem medizinischen Zwecken. Der Sprecher des Außenministeriums Hamid-Reza Azefi sagte, die Anlage in Arak stelle einen weiteren großen Schritt iranischer Wissenschaftler dar. Sie gehöre zu den internatonal anerkannten Rechten des Irans, Nukleartechnologie zu entwickeln. Der Westen hatte dem Iran die Lieferung von Leichtwasserreaktoren angeboten, bei deren Betrieb Plutonium nur schwer zu gewinnen ist. (apa)
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien16:12
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
