Türkei bombardiert einige PKK-Stellungen: Kurdische Partei hat keine Opfer gemeldet
- Kurdische Rebellen werden im Nordirak vermutet
- Plus: Mehrere Verletzte bei Explosionen im Süden
Türkische Kampfflugzeuge haben Militärkreisen zufolge in dieser Woche Stellungen der kurdischen Rebellen nahe der Grenze zum Irak bombardiert. Es sei unklar, ob einige Bomben irakisches Gebiet getroffen hätten, hieß es. Auch wie viel Schaden die Angriffe vom Mittwochabend verursacht hätten, sei nicht bekannt. Zwei oder drei Maschinen hätten die Bomben entlang der Grenze der Provinzen Hakkari und Sirnak abgeworfen. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei (PKK) hat bisher keine Opfer gemeldet. Unterdessen sind bei einer Bombenexplosion in der Südtürkei mehrere Menschen verletzt worden.
Das türkische Außenministerium wollte die Informationen nicht bestätigen. Türkische Medien hatten zuvor berichtet, dass ein Flugzeug vom Typ F-16 Stellungen der PKK-Kämpfer im Irak angegriffen hatte.
Zuvor hatte US-Präsident George W. Bush der türkischen Regierung zugesichert, dass US-Truppen im Irak gemeinsam mit irakischen Soldaten künftig härter gegen kurdische Rebellen vorgehen würden.
Es wird vermutet, dass sich mehrere tausend Rebellen in den Bergen des überwiegend kurdischen Nordirak versteckt halten. Von dort aus sollen sie immer wieder die Grenze in die Türkei passieren, um Anschläge auf türkische Polizisten, Soldaten und andere Ziele zu verüben. Die Türkei wirft der PKK vor, in ihrem Kampf für einen unabhängigen Kurdenstaat seit 1984 mehr als 30.000 Menschen getötet zu haben.
Bomben in Südtürkei explodiert
Bei der Explosion zweier Bomben in der südtürkischen Stadt Adana sind am Freitag mehrere Menschen verletzt worden. Wie türkische Medien berichteten, explodierten die Sprengsätze im Abstand weniger Minuten im Zentrum der Stadt. Durch die Detonationen seien Scheiben mehrerer Geschäfte zu Bruch gegangen. Hinweise auf die Bombenleger gab es zunächst nicht.
(apa/red)
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