"Ich kann nicht auf kleine Kinder schießen":
Brite begeht vor Irak-Einsatz Selbstmord
- 19-Jähriger schluckt aus Verzweiflung 60 Tabletten
- Junger Mann hätte in den Irak versetzt werden sollen
Ein 19-jähriger britischer Soldat hat sich aus Verzweiflung vor seinem anstehenden Einsatz im Irak das Leben genommen. "Ich kann nicht dahingehen und auf kleine Kinder schießen", habe der Gefreite Jason Chelsea seiner Mutter gesagt, bevor er sich getötet habe, berichtete die britische Tageszeitung "The Independent".
"Es ist mir gleich, auf welcher Seite sie stehen. Ich kann es nicht." Einer seiner Vorgesetzten hatte dem jungen Mann demnach gesagt, dass ihm im Irak befohlen werden könnte, auf junge Selbstmordattentäter zu schießen.
Die Zeitung "The Times" berichtete dagegen unter Berufung auf Militärquellen, dass es keine Beweise dafür gebe, dass Aufständische im Irak kleine Kinder als Selbstmordattentäter losschickten. Bei der Einsatzvorbereitung gebe es deshalb auch keine derartigen Warnungen. Chelsea, der zuvor in Deutschland und Zypern gedient hatte, nahm am 10. August bei einem Heimaturlaub 60 Schmerztabletten ein und schnitt sich die Pulsadern auf; er starb am 14. August. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, der Vorfall werde untersucht.
(apa/red)
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