Massaker in Rio de Janeiro: Brasilianischer Polizist zu 543 Jahren Haft verurteilt
- In Elendssiedlung 29 Menschen willkürlich erschossen
Mehr als ein Jahr nach einem Massaker in einer Elendssiedlung am Rand von Rio de Janeiro ist ein beteiligter Polizist zu 543 Jahren Haft verurteilt worden. Der 32-jährige Carlos Jorge Carvalho war der erste Beamte, der sich wegen des sogenannten Baixada-Massakers verantworten musste. In dieser Siedlung am nördlichen Rund wurden am 31. März vergangenen Jahres 29 Bewohner willkürlich erschossen.
Mehr als ein Jahr nach einem Massaker in einer Elendssiedlung am Rand von Rio de Janeiro ist ein beteiligter Polizist zu 543 Jahren Haft verurteilt worden. Der 32-jährige Carlos Jorge Carvalho war der erste Beamte, der sich wegen des sogenannten Baixada-Massakers verantworten musste. In dieser Siedlung am nördlichen Rund wurden am 31. März vergangenen Jahres 29 Bewohner willkürlich erschossen.
Carvalho wies die Anklage zurück und erklärte, er sei zum Zeitpunkt des Blutbads im Urlaub gewesen. Die Ermittler fanden aber das Blut von zwei Opfern in einem Mietwagen Carvalhos, zusammen mit Geschosshülsen. Augenzeugen gaben vor Gericht an, sie hätten den Angeklagten gesehen, wie er auf Bewohner von Baixada geschossen habe. Die Staatsanwaltschaft erklärte, das Blutbad sei eine Demonstration der Macht gewesen. Die Polizei habe damit gegen Korruptionsermittlungen in den eigenen Reihen protestieren wollen. Nach dem Urteil vom Mittwoch sind in Zusammenhang mit dem Massaker noch Verfahren gegen sechs weitere Verfahren anhängig.
(apa)
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