Nach Raketentests durch Nordkoreas: USA bieten Japan Raketenabwehrsystem
- 80 weitere Geschütze des Typs Patriot angeboten
·Nordkorea droht USA
mit "Präventivschlag"
Waffenstillstand von
1953 "null und nichtig"
Nach den jüngsten Raketentests in Nordkorea haben die USA Japan nach einer Meldung der Tokioter Nachrichtenagentur Kyodo bis zu 80 weitere Raketenabwehrsysteme des Typs Patriot angeboten. Die japanische Verteidigungsbehörde will für das Budget des nächsten Jahres 11,6 Milliarden Yen (77,8 Millionen Euro) zum Kauf der Abwehrsysteme beantragen.
Bereits geplant ist die Stationierung von Abwehrsystemen auf US-Stützpunkten in Japan. Außerdem arbeiten beide Staaten an der gemeinsamen Entwicklung eines neuen Systems zur Abwehr ballistischer Raketen.
Erst am Dienstag hatte Nordkorea in Reaktion auf ein südkoreanisch-amerikanisches Militärmanöver im Süden der koreanischen Halbinsel mit einem militärischen Präventivschlag gedroht. Das Waffenstillstandsabkommen im Korea-Krieg von 1953 werde durch die Militärübungen - die schon bisher in regelmäßigen Abständen stattgefunden haben - "null und nichtig". Es handle sich um eine "unverhohlene militärische Bedrohung" sowie "eine kriegerische Aktion", teilten die nordkoreanischen Streitkräfte mit. Nordkorea verfügt eigenen Angaben zufolge über Atomwaffen.
(apa)
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