Laut Diplomaten: Iranische Antwort im Atomstreit wird wohl zurückgewiesen
- Kein Moratorium für Urananreicherung vorgeschlagen
- Nur vage Andeutungen zu Verhandlungsbereitschaft
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·Iran setzt strittiges Atomprogramm fort
Ayatollah Khamenei will atomare "Früchte ernten"
Die fünf ständigen Mitglieder im UNO- Sicherheitsrat und Deutschland dürften die iranische Antwort auf ihr Angebot im Atomstreit ablehnen. Zwei hochrangige europäische Diplomaten sagten am Donnerstag, das 25-seitige Dokument schlage nicht einmal ein Moratorium für die Urananreicherung beim Beginn eventueller Verhandlungen vor. Zudem enthalte es nur vage Andeutungen zur Verhandlungsbereitschaft.
Die iranische Nachrichtenagentur "Al-Borz", die für ihre guten Kontakte zur iranischen Regierung bekannt ist, kündigte indes an, dass der iranischen Präsident Ahmadined zum ersten Jahrestag des Amtsantritts seiner Regierung Ende August die "nukleare Geburt" des Iran verkünden werde. Demnach vertritt Ahmadined die Meinung, die iranische Nukleartechnologie habe den "point of no return" erreicht, es gebe kein Zurück mehr. Der Westen müsse dies begreifen.
Zwei Tage nach der Übergabe der iranischen Antwort auf das internationale Anreizpaket zur Lösung des Atomkonflikts waren erste Details des Schreibens durchgesickert. Zwei renommierte iranische Wissenschaftler schrieben in einem am Donnerstag veröffentlichten Internet-Bericht, der Golfstaat dringe auf einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung der Atomangebote. Zudem fordere die Islamische Republik in ihrer Reaktion Garantien und Einzelheiten zu vorgeschlagenen Sicherheits-Vereinbarungen in der Region.
(apa/red)
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