"Mit Glück kommt KPÖ in den Nationalrat": Spitzenkandidat Mirko Messner hat Hoffnung
- In Graz könnte Grundmandat erreicht werden
- Aus Wahlprogramm: Bundesheer abschaffen!

·7 Parteien schaffen Kandidatur-Hürde
Reihung am Stimmzettel nach wie vor ungeklärt
·Wahlen: Kurzporträts der Kleinparteien
Fünf Parteien treten in einzelnen Wahlkreisen an
·Sagen Sie uns Ihre Meinung zur Regierung
Mitreden: Was halten Sie von Gusenbauer & Co?
·MITSTIMMEN: Die Online-Sonntagsfrage
Welcher Partei werden Sie Ihre Stimme geben?
KPÖ-Spitzenkandidat Mirko Messner hofft, dass seine Partei bei der Wahl am 1. Oktober über ein Grundmandat in Graz in den Nationalrat einzieht. Dazu bräuchte die KPÖ aber "viel Glück", räumte er in der ORF-"Pressestunde" ein. Die Kommunisten sind seit 1959 nicht mehr im Nationalrat vertreten, bei der Wahl 2002 kamen sie auf 0,56 Prozent. Messners Wahlziel sind "sehr viele Stimmen dazu".
Dafür sieht er "gute Chancen". Denn bei den Wahlen der vergangenen Jahre habe die KPÖ auf allen Ebenen - ausgehend von einem niedrigen Niveau - "große Erfolge" gehabt. Messner bedauerte, dass der erfolgreiche steirische KPÖ-Klubchef Ernest Kaltenegger nicht Spitzenkandidat bei der Nationalratswahl werden wollte. Unter Kaltenegger hatte die KPÖ 20,75 Prozent bei der Grazer Gemeinderatswahl 2003 und den Wieder-Einzug in den Landtag mit 6,34 Prozent 2005 geschafft.
"Flügelkämpfe" gebe es in der Partei keine mehr, die seien mit dem vorletzten Parteitag 2004 beendet worden, betonte Messner. Konflikte, wie es sie immer wieder mit der steirischen Partei gibt, seien "nichts Schlechtes" - der "Meinungsstreit" in der Partei sei vielmehr "äußerst produktiv". Das Wahlkampfbudget der KPÖ ist bescheiden: Messner bezifferte es mit rund 100.000 Euro.
Recht kritisch äußerte sich Messner zur Geschichte seiner Partei: Die KPÖ habe eine "große historische Chance verspielt durch die enge Bindung an die Sowjetunion". Messner sieht heute neue Chancen für die KPÖ - weil aktuell "ein Sozialsystem scheitert mit der Losung 'gehts der Wirtschaft gut, geht es allen gut'", mit "Ansätzen von Brüchen" in der Gesellschaft und dem "unglaublichen Phänomen" eines "unglaublich wachsenden Reichtums bei gleichzeitig unglaublich zunehmender Armut". Er plädiert für eine Umverteilung, die das ausgleicht - und z.B. einen Mindestlohn von 1.300 Euro in Österreich, aber auch einen EU-Mindestlohn. (apa/red)
Syrien14:01
Annan trifft AssadUNO-Sondergesandter spricht mit dem Präsidenten. Auch Treffen mit Opposition.
Wahl in Ägypten13:31
Heftige ProtesteDemonstranten am Tahir-Platz. Feuerangriff auf Wahlkampfzentrale von Shafik.
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
