Martin kandidiert mit schmaler Liste: Nur jeweils ein Kandidat auf Landeswahllisten
- Parteichef wird vermutlich Spitzenkandidat in Wien
- Neun Kandidaten reichen für bundesweites Antreten
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Hans-Peter Martin hat auf seinen Landeswahllisten für die Nationalratswahl bisher nur die Mindestanzahl von Kandidaten aufgeboten - jeweils nur einen. In Niederösterreich, der Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol und selbst in seinem Heimatbundesland Vorarlberg tritt die "Liste für Demokratie, Kontrolle, Gerechtigkeit" mit jeweils einem Kandidaten an.
Noch nicht bekannt ist, wer für Martin in Oberösterreich, dem Burgenland und Wien antreten wird. Da der EU-Abgeordnete in seiner Vorarlberger Heimat nicht selbst kandidiert, gilt jedoch als wahrscheinlich, dass er selbst (Spitzen)Kandidat seiner Wiener Landesliste sein wird. Auf der Vorarlberger Liste steht der Name Klaus Diekers - bei dem 49-jährigen Juristen aus Lustenau handelt es sich um den ehemaligen Klubsekretär der Grünen.
Der Kandidat in Niederösterreich ist Jürgen Klepeis, ein Wirtschaftsprüfer und Steuerberater aus Wien. In der Steiermark kandidiert für Martin der stellvertretende Leiter des Büros für interne Angelegenheiten im Innenministerium (BIA), Patrik Kutschi. In Kärnten kandidiert Nicole Baumgartner aus St. Paul im Lavanttal außer auf der Landesliste allerdings auch in einem Wahlkreis. Es ist dies der Wahlkreis Ost - jene Region, in der das BZÖ sich am ehesten ein Grundmandat erhofft. Baumgartner ist politisch ein unbeschriebenes Blatt, die 30-Jährige ist von Beruf kaufmännische Angestellte.
Der einzige Kandidat auf der Tiroler Martin-Liste heißt Manfred Walser (1983 geboren). Auch er ist neu in der Politik und laut Landeswahlbehörde ein Student aus Vorarlberg. In Salzburg kandiert ein Wiener für Martin: Es handelt sich um den 49-Jährigen Psychologen Karl Kriechbaum.
Nur einen Kandidaten auf einem Landeswahlvorschlag zu nennen, ist rechtlich möglich. Also würden Hans-Peter Martin für sein bundesweites Antreten neun Kandidaten - einer pro Land - reichen. Sollte eine Partei allerdings zwei Mandate in einem Land bekommen, wo sie nur einen Kandidaten genannt hat, bliebe das zweite unbesetzt. Für Landeswahlvorschläge gibt es nur eine Obergrenze. (apa)
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