"Im Land der Großkoalitionäre": Grüner Mandatar Kogler erwartet Große Koalition
- Für Grünen "strategisch wichtiger 3. Platz" als Ziel
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"Im Land der Großkoalitionäre", wie der steirische Spitzenkandidat der Grünen, Abg. Werner Kogler, am Freitag in Anspielung an Aussagen der steirischen Spitzen von SPÖ und ÖVP sagte, sei eine Große Koalition auch auf Bundesebene "die erwartete Konstellation". Die Grünen kämpften um den dritten Platz, auch in der Steiermark, "eine strategisch wichtige Position".
Den Eintritt der Grünen in eine künftige Bundesregierung schloss Kogler zwar nicht aus, die Wahrscheinlichkeit sei aber "äußerst gering". Dies treffe in noch stärkeren Maße für eine Regenbogen-Koalition wie bei der Wahl des ORF-Generaldirektors zu. Eine Mehrparteienregierung sei in Österreich nicht vorstellbar, abgesehen davon wolle man an "den Hooligans der österreichischen Innenpolitik nicht anstreifen", so Kogler.
Am 1. Oktober hofft der Nationalratsabgeordnete die Wählerreservoire von ÖVP und SPÖ anzuzapfen. Zielgruppen seien etwa auf der einen Seite kritisch engagierte Katholikinnen und Katholiken, die Aktivitäten zur Armutsbekämpfung vermissten, und auf der anderen Seite jene, die von der Lizitation der Wahlversprechen genug hätten und auch fragen, woher das Geld komme. Für einen zweiten Sitz in der Steiermark, der der Mürzzuschlager Lehrerin Barbara Zwerschitz zustünde, müssten die Grünen auf die rund 6,9 Prozent von 2002 "einige Zehntelprozentpunkte" zulegen, so der steirische Spitzenkandidat.
Während Kogler die Schwerpunkte "Energiewende", "Steuerreform" und "Eurofighter" ("Die Nationalratswahl ist auch ein Tage der Abstimmung über die Beschaffung bzw. den Ausstieg aus dem Vertrag") behandelte, konzentrierte sich Zwerschitz bei der Pressekonferenz auf Frauenförderung und Armutsbekämpfung. Die Kandidatin ortete einen "Rückschritt in der Frauenpolitik" und zeigte sich überzeugt, dass "ohne Frauenquote nichts gehen wird". Beispielgebend führte sie ein Frauenförderungsmodell an, nach dem Subventionen für Unternehmen von deren überdurchschnittlichem Engagement bei Frauen fördernden Maßnahmen abhänge.
(apa/red)
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