"Toller Mensch": FPÖ-Obmann Strache verteitigt im "profil"-Interview Günter Grass
- Großvater des FP-Chefs war auch bei Waffen-SS
- Bei Heimmarsch exekutiert: "Ein Kriegsverbrechen"

·Grass: "Habe an KZs erst nicht geglaubt"
Spätes Geständnis: "Lag bei mir wie verkapselt"
·Turrini erklärt sich für Grass und Handke
NEWS: "Umgang mit Grass ist ein Wahnsinn"
·Neuerliche Kritik an Grass von Karasek
SS-Bekenntnis: "Moralist zu Grunde gerichtet"
·Grass-Biografie schon fast vergriffen
Nobelpreisträger gesteht Mitgliedschaft bei der SS
·Trotz Kritik: Grass steht zum Schweigen!
"Späteres Leben war von Scham gekennzeichnet"
·Günter Grass darf Nobelpreis behalten
Vergabe nach Waffen-SS- Geständnis noch gültig
·"Das ist doch keine furchtbare Sache"
Tabori nimmt in NEWS Stellung zur Causa Grass
In einem Interview mit dem aktuellen "profil" nimmt Heinz-Christian Strache, Bundesparteiobmann der FPÖ, zur Mitgliedschaft des Literaturnobelpreisträgers Günter Grass bei der Waffen-SS Stellung. Er könne, sagt Strache, "die permanenten Anschuldigungen und Kriminalisierungsversuche" nicht mehr hören. Strache: "Grass ist ein toller Mensch, ein lupenreiner Demokrat, der sich nichts zu schulden kommen lassen hat." Hätte sich Grass früher zu seiner Vergangeneheit geäußert, hätte man "seine Leistungen und den Menschen Grass gar nicht erst gewertet, sondern man hätte ihn sofort schubladisiert."
Im "profil"-Interview spricht der FPÖ-Obmann auch über Details aus seiner Familiengeschichte. Strache: "Mein Großvater war Mitglied der Waffen-SS. Er ist 1945 nach Kriegsende, nachdem er die Waffen niedergelegt hatte, auf dem Heimmarsch ohne Prozess exekutiert worden. Das war ein Kriegsverbrechen."
Er lehne es ab, so Strache, Menschen pauschal abzuurteilen oder ein ganzes Volk zu kriminalisieren: "Nicht jeder Mensch im NS-System hat ein Verbrechen begangen."
Zur Causa ORF sagt Strache, er glaube nicht, dass der neu gewählte Generaldirektor Alexander Wrabetz dem BZÖ Zusagen für seine Wahl gemacht habe. Er habe Wrabetz vor der ORF-Wahl getroffen und denke, dass dieser "Packelei" ablehne.
Im "profil"-Interview verteidigt Strache den jüngsten Vorschlag der Kärntner FPÖ, Frauen 15.000 Euro bei Verzicht auf eine Abtreibung zu zahlen. Strache: "Jeder Vorschlag, der Leben schützt, ist wichtig."
Die ganze Story lesen Sie im aktuellen "profil"!
Deutsche Sklavin befreit14:01
Frau schildert ihr Leid19-Jährige nach acht Jahren gerettet - Mutter soll von Martyrium gewusst haben
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
