"Haarscharf" schweren Waldbränden entkommen: Chalkidike-Urlauber gelandet
- Österreicher erbost über "aufgebauschte" Berichte
- Lob für gute Arbeit der griechischen Feuerwehr

115 österreichische Urlauber sind am Donnerstagabend aus dem griechischen Waldbrand-Gebiet auf Chalkidike zurückgekehrt. Die erste von zwei AUA-Maschinen mit Heimkehrern aus Saloniki setzte um 18.30 Uhr auf dem Rollfeld in Schwechat auf. Verletzt wurde bei den Bränden nur eine Österreicherin - für einige Urlauber aus der Alpenrepublik sei es jedoch "haarscharf" gewesen, wie ein Tourist der APA berichtete.
Karl Müllaner war mit seiner Familie in Hanioti "mitten drin". "Am Montag abend war Chaos pur", erzählte seine Frau Margit. "Da sind wir mehr oder weniger um unser Leben gelaufen", ergänzte ihr Mann. Es sei aber bei weitem nicht so dramatisch gewesen, wie von vielen Medien dargestellt. "Ich habe mich nie dem Tod ausgeliefert gefühlt", meinte die Touristin. Um 3.30 Uhr seien sie wieder in den Betten gelegen.
Vorzeitig abreisen wollte die Familie nicht, "weil es uns sicher erschienen ist", so Müllaner. "Wir hätten sogar noch eine Woche angehängt", meinte er.
Dennoch sei es "haarscharf" gewesen, weil der Wind andauernd gedreht habe - das Feuer drohte erneut aufzuflackern. Rauchig sei es gewesen, berichtete Margit Müllaner. Die Geruchsbelästigung war stark und der Rauch habe in den Augen gebrannt. Wirklich gestört habe die Familie aber nur die Übertreibung der Medien, meinte der Urlauber.
Die griechische Feuerwehr habe gute Arbeit geleistet. "Es hat wirklich irrsinnig viel gebrannt - aber nur Wälder", stellte der Tourist klar. Der Strand sei unversehr geblieben.
Viele österreichische Passagiere aus der Maschine haben von dem Feuer auf Chalkidike nur wenig mitbekommen. "Wir waren ganz am Anfang der Landzunge Kassandra und haben nur die Löschflugzeuge gesehen", berichtete ein Urlauber.
Das Hotel der Müllaner war in Hanioti im Laufe der Woche zur Sammelstelle für österreichische Touristen geworden. Den getöteten deutschen Urlauber habe es direkt dort angespült, berichtete der Österreicher. Der Mann habe jedoch unverantwortlich gehandelt. Er sei mit einem Rucksack bepackt ins Meer gegangen. (apa/red)
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