Aktionsplan beschlossen: Libanon erhält internationale Hilfe für Kampf gegen Ölpest
- Eile für Beseitigung der Verschmutzung geboten
- Israelische Luftwaffe hat die Öltanks bombardiert
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Einnahmenausfälle von 1,1 Mrd. Dollar erwartet
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EU-Kommissar Michel fordert rasche Aufhebung
Die Vereinten Nationen, die Europäische Union und die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) haben dem Libanon sofortige Hilfsmaßnahmen zur Bekämpfung der Ölpest vor seiner Küste zugesagt. Es sei höchste Eile geboten, betonte der Chef des UN-Umweltprogramms, Steiner, bei einer Expertenkonferenz in der griechischen Hafenstadt Piräus.
Zunächst gelte es, das genaue Ausmaß der durch einen israelischen Luftangriff ausgelösten Ölpest festzustellen. Dies sei während der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz nicht möglich gewesen. Für die Beseitigung des Ölteppichs, deren Kosten Steiner auf mindestens 50 Millionen Euro veranschlagte, wurde ein Aktionsplan beschlossen.
Dieser setzt drei Ziele: sofortige Hilfe für die libanesische Regierung, Evaluierung der benötigten Ausrüstung und Reinigungsexperten sowie Mobilisierung möglicher Beitraggeber. Der Plan sieht auch Maßnahmen vor, mit denen die Ausweitung der Ölpest auf weitere Länder verhindert werden soll. Ein Problem im Kampf gegen die Umweltkatastrophe ist die anhaltende israelische Seeblockade.
Die israelische Luftwaffe hatte Mitte Juli bei der Bombardierung des südlich von Beirut gelegenen Kraftwerks Jije die Öltanks zerstört. Laut UNEP-Schätzungen ergossen sich daraufhin zwischen 10.000 und 15.000 Tonnen Heizöl ins Meer. Die libanesische Küste wurde auf einer Länge von etwa 140 Kilometern verschmutzt. Der Ölteppich erreichte inzwischen auch Syrien. Die Ölpest gilt als eine der größten, die sich jemals im Mittelmeer ereignete.
Der libanesische Umweltminister Sarraf kündigte vor Beginn der Beratungen an, sein Land werde die israelische Regierung wegen der Ölpest verklagen. Israel war auf der Konferenz, an der auch Minister aus Griechenland, Syrien, der Türkei und Zypern teilnahmen, nicht vertreten. (apa)
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