Terrorgefahr schadet den Billigfliegern:
Lange Wartezeiten belasten die Discounter
- Abfertigungszeiten wurden immer weiter minimiert
- Handgepäckregelungen sollen sich langfristig ändern

·Billige Reisen - vom Bodensee nach Irland
Ab Dezember fliegt eine Billigfluglinie nach Dublin
·Die Reiseindustrie gewöhnt sich an alles
Terrorangst wird keine großen Verluste bringen
·Air Berlin beste Low-Cost-Airline der Welt
Die Umfrage-Teilnehmer bewerteten die Airlines
Die Sicherheitsvorkehrungen an britischen Flughäfen machen besonders den Billigfliegern schwer zu schaffen. Bedeutet doch gerade für die Discounter jede Minute, die ihre Maschinen am Boden verbringen, verlorenes Geld.
In der Vergangenheit haben die Billigflieger deshalb fieberhaft daran gearbeitet, ihre Abfertigungszeiten zu minimieren. Ryanair beispielsweise braucht durchschnittlich 25 Minuten von der Landung bis zum nächsten Start. Hauptkonkurrent EasyJet ist nur fünf Minuten langsamer. Um das zu erreichen, sparen die Billigflieger möglichst viel an Arbeiten ein, die während des Stopps erledigt werden müssen.
Die Flugzeuge warten
Diese schnelle Abfertigung ist natürlich nur möglich, wenn auch beim Check-in alles schnell und unkompliziert läuft. Mit strengen Sicherheitsvorkehrungen, wie sie derzeit auf britischen Flughäfen gelten, ist das aber kaum möglich. Und so stehen die startbereiten Billigflieger an Flughäfen herum, während die Passagiere noch in langen Schlangen vor der Sicherheitsschranke warten.
Noch schlimmer
EasyJet hat 500 Flüge seit Donnerstag streichen müssen, bei Ryanair fällt jeder fünfte Flug aus. Das schmälert die Auslastung der Flotte und kostet Geld. Wie lange die Billigflieger diese Verluste verkraften können, bevor sie die Kosten an die Fluggäste weitergeben müssen, ist unklar. Sicher ist aber, dass es die knapp kalkulierenden Billig-Airlines härter trifft als die Übrigen.
Kein Handgepäck in die Maschine
Und auch die Beschränkungen beim Handgepäck stellen speziell für die Billigflieger ein Problem dar. Um Zeit bei der Gepäckabfertigung zu sparen, sind die Discounter daran interessiert, dass sich jeder Fluggast möglichst selbst um sein Gepäck kümmert. Deshalb hat beispielsweise Ryanair gerade in diesem Jahr eine zusätzliche Gebühr auf eingechecktes Gepäck erhoben. Mit dem Ziel, dass ihre Fluggäste möglichst wenig und bestenfalls nur das mit auf Reisen nehmen, was sie auch selbst mit an Bord tragen können.
(APA/red)
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