Montag, 14. August 2006

Ganz sicher ist Neapel kein Paradies!:
Zum Schutz der Touristen mehr Carabinieri

  • Immer wieder kommt es zu Überfällen auf Urlauber
  • Touristen sollen sich bei den Behörden voranmelden

Zusätzliche 40 Carabinieri gehen auf Streife. Um die Sicherheit in Neapel in den Sommermonaten zu gewährleisten hab die Stadt Neapel weitere Polizisten eingestellt.

Zwar versuchte Bürgermeisterin Rosa Russo Iervolino nach einer Krisensitzung am Freitagabend die Touristen zu beruhigen, räumte aber ein: "Ganz sicher ist Neapel kein Paradies."

Wieder Überfälle
Erst kürzlich gab es besonders unangenehme Schlagzeilen: So wurde ein Amerikaner von einer Gruppe Jugendlicher überfallen. Als er sich von dem Schreck erholt hatte und seine Angreifer verfolgte, wurde er von Anrainern bedroht. Wie italienische Zeitungen am Samstag berichteten, wurde erneut eine Österreicherin zum Opfer von Straßenräubern. Auch zwei Polen wurden ausgeraubt sowie eine schwangere Frau auf offener Straße geschlagen und bestohlen.

Heile Welt für Touristen
Die Behörden Neapels versuchen schon seit längerem vergeblich, den Touristen Schutz zu bieten. So bot die Polizei sogar einen besonderen "Service" an: Reisegruppen sollten die Behörden vorab telefonisch über ihre genauen Besichtigungspläne unterrichten. Die Polizei werde dann dafür sorgen, dass die Fremden an den jeweiligen Museen und Denkmälern nicht von Handtaschendieben, Betrügern oder anderen Kleinkriminellen belästigt werden. Zudem sollen Hotels ihre Gäste davor warnen, auf der Straße teure Uhren zu tragen.
(APA/red)

14.8.2006 09:21