Achtung! Heuer droht eine Zeckenplage! Schutzimpfung unbedingt auffrischen lassen
- Klima schuf günstige Bedingungen für 'Plagegeister'
- PLUS: Wo die Gefahr lauert, und was Sie tun können

·Zecken: Kleine Killer schlagen wieder zu!
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Gelsenstiche vermeiden. PLUS: Erste-Hilfe-Tipps
Österreich gilt als eines der europäischen Hochrisiko-Gebiete für Zeckenbisse. 2006 könnte ein besonders gefährliches Jahr werden: Durch das feuchte Frühlingswetter - speziell im Mai - und die hohen Temperaturen im Juli seien die Zecken "in diesem Jahr so aktiv wie schon lange nicht mehr", warnte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V).
Die Ministerin rief dazu auf, zur Zeckenimpfung zu gehen. Die Immunisierung biete "nahezu hundertprozentigen Schutz vor der gefährlichen FSME-Infektion" und werde bei Hausärzten sowie bei den Magistratischen Bezirksämtern angeboten, betonte Rauch-Kallat.
100 FSME-Fälle im Jahr 2005
Durch eine steigende Durchimpfungsrate von derzeit 88 Prozent ist die Zahl der FSME-Erkrankungen in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. "Dennoch gab es im Jahr 2005 mit 100 Erkrankungsfällen - darunter sieben Kinder - wieder einen traurigen Höchststand, der zuletzt vor neun Jahren verzeichnet wurde", so die Ministerin. "Dies ist vor allem auf die Vernachlässigung der Auffrischungsintervalle zurückzuführen, aber auch auf die ältere Generation, die sich oft gar nicht mehr impfen lässt."
Selbstuntersuchung
Nach Aufenthalten in der freien Natur sei eine Selbstuntersuchung bzw. bei Kindern eine genaue Kontrolle ratsam. Bei Erwachsenen stechen Zecken meist an den Beinen, in der Gesäß- und der Genitalregion. Bei Kindern treten etwa 75 Prozent der Zeckenstiche am Kopf auf, die restlichen verteilen sich auf Beine und Arme, Rumpf, Gesäß- und Genitalregion.
Zecken lauern im Gras
"Viele Menschen glauben noch immer, Zecken leben tief im Wald und fallen von den Bäumen. Hauptsächlich leben sie aber im Gras, auf Sträuchern, auf Waldlichtungen und sogar in den Parks und Gärten unserer Städte", sagte Rauch-Kallat.
FSME-Symptome
FSME (Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis) ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Zentralnervensystems führt. Die Symptome der FSME können einer Grippe ähnlich sein, z.B. Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit. Die Erkrankung kann zu bleibenden Schäden wie Lähmungen oder lang andauernder Rekonvaleszenz führen und sogar tödlich enden.
Pinzette - kein Öl!
"Während FSME-Viren direkt mit dem Stechakt auf das Opfer übertragen werden, gelangen Borrelien erst später während des Saugaktes in den Wirt. Deshalb ist es besonders wichtig, Zecken so schnell wie möglich zu entfernen. Dabei mit Pinzette oder Skalpell arbeiten - nicht abbrennen oder mit Öl behandeln", empfahl Rauch-Kallat. (APA/red)
