Sogar Orang Utans flirten schon im WWW:
Affen sollen via Webcam in Kontakt treten
- Holländisches Projekt soll Aufmerksamkeit erregen

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Im Zeitalter der elektronischen Kommunikation beginnt so manche Romanze im Internet-Chatroom. Und was beim Menschen klappt, müsste doch eigentlich auch beim Affen funktionieren. Das zumindest glauben Tierpfleger in den Niederlanden. Sie wollen Orang-Utans aus dem Zoo in Apeldoorn mit Artgenossen im indonesischen Teil der Insel Borneo in Kontakt bringen - und zwar zunächst online.
Das Ganze könnte zum Beispiel mit einem romantischen Essen beginnen. Mit Hilfe einer Webcam könnten sich die potenziellen Partner in Augenschein nehmen und, so sie Gefallen aneinander finden, durch Drücken eines Knopfes gegenseitig Nahrung zuteilen. Das ist die Vision von Anouk Ballot, der Sprecherin des Apenheul-Affenzoos in Apeldoorn. Am Ende des virtuellen Flirts könnte die Paarung stehen, wenn auch die Chance dafür angesichts der Transportprobleme eher gering sei, räumt Ballot ein.
Vom Aussterben bedroht
Das primäre Ziel des ungewöhnlichen Vorhabens ist freilich nicht die Fortpflanzung der Orang-Utans. Vielmehr solle das öffentliche Interesse für das Schicksal der Menschenaffen geweckt werden, sagt Ballot: Die Ausbreitung von Palmöl-Plantagen und die damit verbundene Abholzung des Regenwaldes vernichten auf Borneo den natürlichen Lebensraum der Tiere. Der Orang-Utan ist damit auf der Insel vom Aussterben bedroht. (apa/red)
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